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Tom_Admin

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Sonntag, 26. Januar 2014, 18:29

Das mahnende Beispiel des Heerführers Joab

Hier ein Text von meinem Blog: http://mit-jesus-unterwegs.blog.de/2014/01/26/mahnende-beispiel-heerfuehrers-joab-17632041/

Joab war ein Neffe Davids. Ein Sohn der Schwester von David, die Zeruja hieß. Da David der jüngste Sohn unter acht Söhnen war, können wir annehmen, dass er und Joab vielleicht ungefähr gleich alt waren. Joab taucht im 1. und 2. Buch Samuel an der Seite Davids auf und kämpft als Heerführer mit und für David, dem das Königtum von Gott versprochen worden war. Wir können annehmen, dass Joab David gegenüber loyal war und auch wollte, dass David endlich den Thron bekam, nachdem der vorherige König Saul von Gott verworfen worden war und letztendlich auch den Thron und sein Leben verloren hatte.

Obwohl dieser Mann für David kämpfte, tat er Dinge in seinem Eifer, die total falsch waren:

1. Als Abner, ein Gegner Davids, zu David überlaufen wollte und dies auch tat, brachte Joab ihn um (2. Samuel 3, 22-39). Es war ein Meuchelmord. Abner hatte zwar Joabs Bruder zuvor getötet, dies war aber aus Notwehr geschehen und auf mehrmalige Vorwarnung (2. Samuel 2, 18-23).

2. Auch als ein Sohn Davids, Absalom, eine Verschwörung machte und selbst König werden wollte, befahl David, dass seine Soldaten ihn am Leben lassen sollten. Als dieser Absalom sich mit seinen Haaren in einer Terebinthe verfing und wehrlos war, war es wieder Joab, der die Initiative ergriff und ihn umbrachte (2. Samuel 18, 9-15). Sehr zum Bedauern von David, der danach lautstark um seinen Sohn trauerte (2. Samuel 19, 1-9).

3. Auch Amasa, den Absalom bei seinem Putsch zum Heeresobersten machen wollte und der von König David begnadigt wurde, so dass Amasa dieses Amt dann tatsächlich bekommen sollte, wurde von Joab durch Vortäuschung falscher Freundlichkeit umgebracht (2. Samuel 20, 8-10).

Joab war nicht nur übereifrig, er war auch boshaft, sehr zum Verdruß des Königs David, der sich oft über die Söhne seiner Schwester Zeruja beklagte, unter denen einer Joab war. (Insgesamt war es drei.) Joab tötete Männer, die besser und gerechter als er gewesen waren. Dieses Zeugnis gibt ihm Salomo, Davids Sohn in 1. Könige 2, 30-33. Die Folge war, wie auch darin beschrieben, dass Joab sein Leben verlor und zur Strafe hingerichtet wurde.

Darum geschah es, dass Joab unehrenhaft starb und nicht unter die Helden Davids gerechnet wurde. Die Helden Davids, die "Hall of Fame" der größten Helden, die an Davids Seite gekämpft hatten, werden in 2. Samuel 23, 8-29 und in 1. Chronik 11, 10-47 beschrieben.

Die Tragödie daran ist, dass Joab viele Jahre lang für David gekämpft hatte. Er hatte mit David ausgeharrt und dessen Siege und Niederlagen miterleben dürfen. Er hatte seinem König gedient, aber hatte zum Schluß sein Leben verwirkt, indem er unschuldiges Blut vergossen hatte.

Dieselbe Tragödie können wir auch anrichten. Nehmen wir einmal an, ein Feind Jesu´Christi wird gläubig. Er hat vielleicht uns und andere Christen verfolgt und verspottet und auch Jesus selber bis jetzt abgelehnt. Nun hat er sich bekehrt und wurde Christ. Wie gehen wir mit ihm um? Sind wir wie Joab und fürchten dabei unsere Position beim HERRN zu verlieren und töten ihn geistlich durch unseren Hass? Oder gehen wir wie David vor und begnadigen unseren Feind und nehmen ihn bei uns auf? Joab ist ein mahnendes Beispiel für Christen, die andere Christen mit Worten und Drohungen, geistlich gesehen, verdammen. Doch wen Christus gerecht spricht, den dürfen wir auch nicht verdammen. Ich bin schon mehrmals Christen begegnet, die andere Christen geistlich ermordet haben. (Mir ging es auch schon so, als ich eiskalt gerichtet wurde.) Diejenigen, die so etwas tun, schießen wie Joab über das Ziel hinaus. Kritik sollte und muss möglich sein, doch ohne die Person selber geistlich zu ermorden. Jesus Christus ist Richter und nicht wir! Joab ist ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
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