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Tom_Admin

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1

Samstag, 31. Januar 2015, 17:59

Prof. Siegfried Scherer - Was Darwin nicht wusste



Die Evolutionstheorie geht von einer schrittweisen, zufälligen Entstehung der Arten aus. Dem steht entgegen, dass in der Natur eine nicht reduzierbare Komplexität vorhanden ist, die in sich so funktional ist, wie sie ist, was unmöglich auf den Zufall zurückzuführen ist. Als zentrales Beispiel wird der Aufbau einer einzelnen Zelle angeführt, ebenso die Abwesenheit der "Übergangsformen" und einige Irrtümer in Bezug auf den Entwicklungstand der frühen Menschen, ...

Aus einem Rundbrief von Dr. Lothar Gassmann zu dem Thema:

Kritiker aus dem eigenen Lager der Evolutionisten:

1.

Egbert G. Leigh (1999) Trends Ecol Evol 14.495-498

„Das Hauptproblem der synthetischen Evolutionstheorie ist ihr Versagen zu zeigen, dass natürliche Selektion von zufälligen Mutationen die beobachtbaren Adaptionen (des Lebens) hervorbringen kann.“

Zur Erklärung: Selektion wählt nur aus bereits vorhandenem aus und schafft daher nichts Neues. Mutationen gibt es zwar, aber es wurde nicht beobachtet, dass sie mehr als geringfügige Veränderungen der Erbanlagen vornehmen, die nicht ausreichen, um eine Evolution zu erzeugen.


2.

Robert L. Carroll (2000) Trends Ecol Evol 15.27-32

„Makroevolutionäre Vorgänge können nicht auf der Basis der Extrapolation von Prozessen verstanden werden, die in heutigen Populationen und Arten beobachtbar sind.“

Zur Erklärung: Unter Extrapolation versteht man die Vervielfachung eines Vorgangs z.B. hat man festgestellt, dass es zwar eine horizontale erbliche Veränderung (sog. Mikroevolution) gibt, die viele Variationen hervorbringen, dabei aber keine Zunahme der Komplexität feststellbar ist. Eine Zunahme der Komplexität durch erbliche Veränderungen würde man Makroevolution nennen. Aber dies wurde noch nicht beobachten und bisher ist auch nicht bekannt, wie das geschehen könnte. Daher behelfen sich Evolutionstheoretiker, indem sie sagen, dass Mikroevolution plus Zeit Makroeveolution hervorbringt. Das Problem dabei ist, dass man es nicht experimentell nachweisen kann und dass es eine sog. irreduzierbare Komplexität gibt. Alle Lebewesen sind oder haben Maschinen, bei denen nichts fehlen darf, sonst funktioniert die Maschine nicht mehr (einfaches Beispiel Mausefalle). Das bedeutet, dass sich alles zugleich gebildet haben muss, weil sonst der Organismus nicht funktionieren konnte. Man weiß nicht, wie solche irreduzierbare Komplexitäten entstanden sind. Daher kann man sagen, dass Makroevolution nicht bewiesen ist. Damit ist aber auch die synthetische Evolutionstheorie nicht bewiesen.


3.

Eörs Szathmary & John Maynard Smith in „The Major evolutionary transitions”

„Es gibt keinen theoretischen Grund, der erwarten liesse, dass evolutionäre Linien mit der Zeit an Komplexität zunehmen, und da ist keine empirische Evidenz, dass dies geschieht.“ (Anmerkung Prof Dr. Siegfried Scherer: „Das ist eine komplette Bankrotterklärung heutiger kausaler Evolutionstheorien!“)

„Trotzdem sind eukaryontische Zellen komplexer als prokaryontische Zellen und Pflanzen sind komplexer als Protisten; und so weiter.“


4.

Wolfgang Stegmüller in „ Rationale Rekonstruktion von Wissenschaft und ihrem Wandel“. Reclam, Stuttgart 1979

„Heute besteht weitgehende Übereinstimmung darin, dass die Annahme des naiven Empirismus preiszugeben ist, es gebe so etwas wie ungedeutete Erfahrungsdaten.“

Das bedeutet alles unterliegt der Deutung, es gibt kein voraussetzungsloses Denken. Man kann nicht ohne weltanschauliches Vorausdenken zur Deutung der Daten kommen.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
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Karyopse

unregistriert

2

Freitag, 4. September 2015, 08:31

Hallo,

leider lehnt Scherer mittlerweile den Kurzzeit-Kreationismus ab. Die Evolution hält er für eine experimentell nachgewiesene Tatsache, wie er auch die erdgeschichtlich langen Zeiträume für erwiesen hält. In einigen Artikeln auf seiner Seite lassen sich seine neuen Ideen nachlesen und ebenfalls die Distanzierungen zum Kurzzeit-Kreationismus.
In welcher Weise er nun Gott in eine Evolution unterbringt, läßt sich aus seinen Aussagen nur schlecht ermitteln. Irgendwas in Richtung theistischer Evolution würde ich persönlich mal vermuten.

3

Freitag, 4. September 2015, 19:36

Tatsächlich, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Habe gerade ein bißchen auf Scherers eigener Homepage gelesen.

Was mich nur immer etwas wundert ist, wie man als Christ eine theistische Evolution überhaupt für möglich halten kann. Nicht nur, dass der Tod ja dann schon von Anfang an gegenwärtig gewesen sein müßte, also noch bevor der Mensch überhaupt auf der Bildfläche erschien - es kann dann auch keinen Sündenfall gegeben haben, als dessen Folge der Tod in die Schöpfung kam. Wofür ist Christus dann am Kreuz gestorben? Wieso mußte er den Tod besiegen und beseitigen, wenn dieser doch von Gott (also ihm selbst, denn er ist ja ebenfalls GOTT - in der zweiten Person) anscheinend so gewollt und geschaffen wurde? Fragen über Fragen würden sich daraus ergeben. Alles für mich irgendwie unlogisch.

Außerdem, schaut man sich mal die Grausamkeiten in der Natur an, das Fressen und Gefressen werden innerhalb der Tierwelt, dass ein Tier dem anderen als Nahrung dient, was beim Opfer natürlich mit Todesangst und körperlichem Schmerz verbunden ist - könnte man so einen Schöpfer denn noch als LIEBENDEN Gott bezeichnen oder wäre er nicht eher ein Ungeheuer?

Karyopse

unregistriert

4

Freitag, 4. September 2015, 20:03

Hallo Christina,

leider muß man sagen, dass einige 'kluge' Köpfe den biblischen Bericht aufgrund der 'erwiesenen' Evolution nicht mehr in einem wortwörtlichem Sinne verstehen wollen. Dazu gehört auch Ekkehard Lönnig, der als Zeuge Jehovas, ebenfalls einen Kurzzeit-Kreationismus ablehnt und damit natürlich mit der momentanen Lehre der ZJ übereinstimmt. Die Ablehnung eines literalen Sinnes ist dann auch die Lösung für theistische Evolutionisten, den Schöpfungbericht doch noch irgendwie zu retten, indem man ihn als Sinnbild verstehen möchte. Dazu werden in meinen Augen diverse argumentative Winkelzüge vorgenommen, um die klaren und eindeutigen Aussagen der Bibel zu verwischen. Über die Motive kann man spekulieren, eines scheint mir aber offensichtlich zu sein, die Deutung des Schöpfungsberichtes im Sinne einer evolutionären Entwicklung, wie sie eine Evolutionstheorie vorgibt, verstellt den Blick auf die theologischen Zusammenhänge und zerstört damit das Fundament der Bibel. Eine Evolutionstheorie als Auslegungskriterium der Bibel, ein Niedergang des Glaubens ohnegleichen.

5

Freitag, 4. September 2015, 20:04

Außerdem, schaut man sich mal die Grausamkeiten in der Natur an, das Fressen und Gefressen werden innerhalb der Tierwelt, dass ein Tier dem anderen als Nahrung dient, was beim Opfer natürlich mit Todesangst und körperlichem Schmerz verbunden ist - könnte man so einen Schöpfer denn noch als LIEBENDEN Gott bezeichnen oder wäre er nicht eher ein Ungeheuer?

Guten Abend, Christina - bezieht sich Dein "Außerdem..." auf den vorangehenden Absatz und... inwiefern? ?( Das "Fressen und Gefressenwerden" ist ja eben der Fluch, den der Mensch (! Nicht Gott!) durch seinen Ungehorsam über die gesamte Schöpfung gebracht hat, die ja deswegen "seufzt" (Röm 8,22) bis zur Erlösung der Kinder Gottes aus ihrem vergänglichen Leib. Dass die Tiere vor dem Menschen Angst haben, hängt dann mit Gottes Bund mit Noah nach der Sintflut zusammen, als der Mensch dann auch Fleisch essen durfte (1. Mo 9,2-3). Das war ja vor dem Sündenfall alles ganz anders, und auch anders von Gott gedacht. Gott ist immer noch Liebe, Er wandelt sich nicht - aber der Mensch hat es halt damals verbockt. Ist nicht so, dass Gott darauf dann spontan "reagieren" musste, denn Er kannte den Verlauf ja schon längst, aber "Strafe musste halt sein". Sonst lernt der Mensch ja überhaupt nichts! Und Gott KENNEN lernen würde er dann schon gar nicht... (vgl. Jesaja 26,9-10)
:S

Naja, und dass ein Herr Scherer (ich hab das noch nicht überprüft) angeblich nun zur theistischen Evolution "umgeschwenkt" sein soll, wäre - wenn es wahr ist - auch wieder nur ein Zeichen der Endzeit, wenn die bekennende Gemeinde einer nach dem anderen umkippt, einknickt etc. weil sie den Sauerteig nicht konsequent ausgefegt hat. Ob er ein Bruder ist, kann ich (noch) nicht sicher sagen - aber selbst bei Geschwistern ist man mitunter erstaunt bis erschrocken, welche Irrlehren sich da manchmal einschleichen und dann hartnäckig halten. Ist halt Laodizäa-Zeit!
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Karyopse

unregistriert

6

Freitag, 4. September 2015, 20:16

Hallo Annabel,

Scherer hält sich mit konkreten Aussagen (außer der direkten Ablehnung des Kurzzeit-Kreationismus) über Details seiner jetzigen Sichtweise nach meinem Dafürhalten ziemlich bedeckt. Er beschreibt das sehr allgemein. Allerdings bleiben bei einem Langzeitkreationismus nur wenig Alternativen worin denn die Tätigkeit Gottes bestanden haben soll. Zusammen mit der von ihm anerkannten Evolution ergibt sich daher die Schlussfolgerung eines theistischen Evolutionsglaubens. Fakt ist jedenfalls, dass er seine früheren Ansichten revidiert hat und einen Kurzzeit-Kreationismus als ungültige Bibelauslegung ansieht.

Karyopse

unregistriert

7

Freitag, 4. September 2015, 20:23

Es ist schon richtig, wie Christina schreibt, dass die carnivore Lebensweise nach dem Fall der Schöpfung zu vielfältigen neuen Reaktionen und Strategien geführt hat. Die Angst vorm Gefressenwerden hat völlig neue Verhaltensweise der Tierwelt hervorgebracht und bestand somit schon vor der Erlaubnis dem Menschen Tiere als Nahrung zu geben.

8

Freitag, 4. September 2015, 20:32

Liebe Annabel,

nein, da hast du was gründlich mißverstanden. Mein "Außerdem..." bezog sich auf meinen ersten Satz. Ich wundere mich halt, dass man als Christ eine theistische Evolution überhaupt in Erwägung ziehen kann. Ich könnte das nicht. Weil - Evolution funktioniert ja nach dem Prinzip, dass sich bei der Entwicklung der Arten immer das Starke durchsetzt und das Schwache untergeht (stirbt) usw. Hätte sich die gesamte Tierwelt so entwickelt - hätte Gott also durch Evolution geschaffen - dann hätte es den Tod ja schon von Anfang an gegeben. Dann hätte Gott die Welt und die Natur so gewollt, wie wir sie heute erleben - nämlich Fressen und Gefressen werden innerhalb der Tierwelt. Das starke Tier frißt das schwache Tier usw. Das eine überlebt und kann sich weiterentwickeln und das andere geht unter und stirbt aus. Und so ein Gott gliche doch eher einem Ungeheuer als einem liebenden Gott. Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

Ich sehe es ganz genau so wie du, dass es nämlich vor dem Sündenfall noch keinen Tod in der Schöpfung gab. Gott hat nicht durch Evolution geschaffen. Ich hoffe, ich habe mich jetzt für dich verständlicher ausgedrückt. :)

9

Freitag, 4. September 2015, 20:52

Ich hoffe, ich habe mich jetzt für dich verständlicher ausgedrückt.

Ja, danke! :D Sehe ich genauso. Aber genau wegen dieses verkorksten Gottesbildes (1. Mose 3,10 "ich hörte deine Stimme und FÜRCHTETE MICH..." dabei ruft Gott Adam beim Namen und sucht ihn - selbst dann noch!) lieben die Menschen den Evolutionsglauben so sehr - und umgekehrt bringt dieser verkorkste Glaube eine scheußliche Gottes-Fratze hervor, das Werk Satans.

Wenn jemand aber (@Karyopse) wirklich heute den biblischen Sachverhalt LEUGNET bzw. ABLEHNT, nachdem er vorher doch anders gelehrt hat, dann kann er eigentlich keiner von uns sein. Dann stellt sich wieder einmal die endzeitliche Wahrheit aus 1. Joh 2,19 heraus: "Sie sind von uns ausgegangen, aber... nicht bei uns geblieben".
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Karyopse

unregistriert

10

Samstag, 5. September 2015, 08:31

Im Prinzip bedeutet eine Befürwortung der Evolution , dass sie erstens als Wissenschaft anerkannt und für richtig befunden und zweitens als Resultat zur Grundlage einer Bibelauslegung gemacht wurde. Das ist äußerst problematisch, nicht nur in der Beurteilung selbst, sondern auch, weil Kreationisten damit als unverbesserliche Hinterwäldler dargestellt werden, die sich modernen Erkenntnissen oder gar der Wissenschaft verweigern.
Manche würden auch behaupten, Kreationisten schaden der Bibel und dem Glauben, indem sie Dinge behaupteten, die nicht möglich wären.
Ja, was soll man also sagen. Diese Spaltung geht quer und längs der Christenheit. Immerhin gibt es den Trost, dass die Altvorderen nichts von Evolution wußten und eben einfach an eine 6-Tage Schöpfung glaubten.

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