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Samstag, 9. Dezember 2017, 20:25

Jerusalem, eine Taumelschale für alle Völker ringsum

Ausspruch, Wort des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker; alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln. Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen. Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint (Sach 12,1-3,9-10).

Es deutet sich immer mehr an, dass die Zeit der Nationen ihrem Ende zugeht und wir immer näher an den Zeitpunkt dieser alttestamentlichen Verheißung kommen. Eine Verheißung, die uns zeigt, dass Gott das Geschick Seines auserwählten Volkes wenden wird. An jenem Tag wird die Decke hinweggenommen, über die der Apostel Paulus in 2.Korinther 3,14-16 schreibt, dann werden ihnen die Augen aufgehen, sodass sie erkennen, dass der versprochene Messias auf den sie bis zum heutigen Tag warten, der war, den sie gekreuzigt haben. Beachten wir dazu auch, was Paulus im Römerbrief sagt: Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist. Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Röm 11,25-26; Jes 59,20; Jer 31,33).

Was diese alttestamentliche Prophetie noch zeigt, ist die Tatsache, dass das Volk Israel von Ländern umgeben sein wird, die dieses Volk hassen. Ein aktuelles Beispiel dafür sehen wir in der völlig überzogenen Reaktion der islamischen Welt auf die Bekanntgabe Donald Trumps, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Vielerorts gibt es öffentliche Proteste, Israel Flaggen werden verbrannt, Hassparolen sind zu hören. All das geht nicht friedlich, sondern gewaltsam ab. "Herr Trump, Jerusalem ist die rote Linie der Muslime" (1) , lies Erdogan verlauten, andere werden noch deutlicher indem sie androhen, dass dies die ganze Welt zu spüren bekäme.
Dabei muss man sich doch wundern, was die ganze Welt damit zu tun hat. Warum droht der Islam der ganzen Welt? Was hat der Rest der Welt damit zu tun, dass die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen? Und abgesehen von Israel, ist doch der ganze nahe Osten ein Pulverfass, warum also die Drohung an Staaten und Länder, die damit gar nichts zu tun haben? Aber nicht nur das ist verwunderlich, ist es nicht auch seltsam, dass man dem Staat Israel nicht zugestehen will, selbst festzulegen, welche Stadt die Hauptstadt sein soll?

Blenden wir die Zeit mal etwas zurück, es war im Jahr 1921 als das britische Treuhandgebiet „Palästina" zum ersten Mal aufgeteilt wurde, dabei wurden 77% des Landes an den Emir Abdulla übergeben. Bei diesem Teil, der damals Transjordanien genannt wurde, handelt es sich um das heutige Jordanien, das seit 1946 unabhängig ist. Am 29. November 1947 beschloss die UN-Vollversammlung eine weitere Teilung des Britischen Treuhandgebiets, dabei wurden die restlichen 23% des Gebiets in je einen Jüdischen sowie einen Arabisch-Palästinensischen Staat unterteilt.
Jerusalem sollte unter internationaler Kontrolle stehen. Israel akzeptierte die Teilung, die Arabische Welt nicht. Sie begann den ersten Arabisch-Israelischen Krieg. Er endete 1949. Fakt war nun: Jordanien herrschte über den Osten, Israel hielt den Westen der „Heiligen Stadt". Hauptstadt Israels sei Jerusalem, hatte der Jüdische Staat verkündet. Es hieß Jerusalem, nicht West-, Ost- oder Ganz-Jerusalem. 1967 eroberte Israel auch den Osten der Stadt, wandte seit dem 28. Juni 1967 dort auch israelisches Recht an und annektierte ihn am 30. Juli 1980. Abgesehen von zeitweisen wenigen Ausnahmen hat kein Staat dieser Welt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Weder West-, noch Ost- oder Ganz-Jerusalem. Bis zur Trump-Wende vom 6. Dezember 2017. (2)

Auffällig hierbei ist, dass die Wiedergründung des Staates Israel 70 Jahre zurückliegt, die vollständige Rückeroberung Jerusalems 50 Jahre. Dass ein Staat über Jahrhunderte nicht existiert hat, gab es in der Geschichte der Menschheit noch nie, noch beeindruckender als dies, ist die Tatsache, dass sich in der Zerstreuung und Wiedergründung des Staates Israels biblische Prophetie erfüllt. Aber wie bereits festgestellt, auch in unseren Tagen sehen wir deutlich, wie sich eine biblische Prophetie zuspitzt. Denn es ist genau wie durch die Heilige Schrift prophezeit, Jerusalem ist eine Taumelschale für alle Völker ringsum.

Nun könnte man vielleicht annehmen, die sogenannten christlichen Länder würden zu Israel stehen, doch leider Fehlanzeige, nicht einmal ein Land wie das mit unserer dunklen antisemitischen Vergangenheit, steht zu Israel. Statt die Entscheidung Trumps zu begrüßen oder sich wenigstens neutral zu verhalten, hat sich unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA distanziert. (3)
Aber nicht nur hier übt man den Schulterschluss mit der moslemischen Welt, auch der Papst Franziskus hat nachdrücklich vor einer Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel gewarnt. (4)
Ob in Politik oder Medien, der Aufschrei der Empörung ist groß, doch wie war das im Jahr 1967? Damals wurde den Juden der Zugang zu den Heiligen Stätten Ostjerusalems verweigert. Dagegen protestierte die „Internationale Gemeinschaft" nicht. Heute will man, dass Ostjerusalem die Hauptstadt Palästinas werde. Wer garantiert, dass dann Juden an die Klagemauer dürfen? (2)

Beachten wir, von Beginn an war der israelische Standpunkt bezüglich der Hauptstadt klar, daran hat sich also nichts verändert, nur weil die USA nun Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkennen wollen, bricht in der gesamten islamischen Welt eine neue Hasswelle gegen Israel los. Würde sich diese allein gegen die USA richten, wäre es vielleicht noch halbwegs nachvollziehbar, doch der Hass richtet sich in erster Linie gegen Israel. Genau hier sehen wir die Erfüllung der biblischen Prophetie, vor unseren Augen bewahrheiten sich die Worte: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker; alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.

Als Christen sollten wir klar auf der Seite Israels stehen, die Schrift lehrt uns: Bittet für den Frieden Jerusalems! Es soll denen wohlgehen, die dich lieben! (Ps 122,6). Jene hingegen, die Jerusalem niederreißen wollen, werden in ihr eigenes Verderben rennen. Sie werden auf bitterste Weise erfahren, dass der Gott Israels der wahre Gott ist. So wie sich bereits etliche biblischen Prophetien erfüllt haben, so wird sich erfüllen, was Gott durch den Propheten Sacharja angekündigt hat: Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen. Die Bedrohung Israels durch die umliegenden Völker ist vergleichbar mit dem Kampf David gegen Goliath. Der kleine Staat Israel sieht sich übermächtigen Gegnern gegenüber, doch sie haben die Verheißung: „Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an! (Sach 2,12). Darum, wehe denen die Israel verfluchen und verwünschen, wohl allen die Israel segnen.

Liebe Geschwister lasst und für Israel beten, möge der HERR Sein Volk schützen und vor aller Welt demonstrieren, dass unser Gott der allein wahre Gott ist.


:...israel1...:

1. http://www.sueddeutsche.de/politik/nahos…stadt-1.3778644
2. https://causa.tagesspiegel.de/politik/an…-empoerung.html
3. https://www.stuttgarter-nachrichten.de/i…aa4695f752.html
4. https://www.n-tv.de/ticker/Franziskus-wa…le20169573.html
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Sonntag, 10. Dezember 2017, 07:53

Hallo Karl-Heinz,

bezüglich dieser Thematik möchte ich dir ein Buch von Ramon Bennett vorstellen: 'Philister oder Die große Täuschung'. Vielleicht kennst du es ja schon, denn es ist schon etwas älter und daher nur noch gebraucht zu bekommen.
Die dort recherchierten geschichtlichen Zusammenhänge, die zusammengestellten Propagandalügen über Israel, die unsagbare Hetze gegenüber den Juden sind trotz fehlender aktueller Bezüge, exemplarisch und zeigen das Wesen der Feindschaft gegenüber Gottes Volk.

Zitat aus dem Einband:

Zitat

Ist das Abkommen zwischen Israel und der PLO der Anfang vom Ende des arabisch-israelischen Konflikts oder ein Vorspiel zu einem totalen Krieg der arabischen Nationen gegen Israel? Die unglaublichen, gründlich dokumentierten Ausführungen in diesem Buch vermitteln ein klares Verständnis der arabischen Mentalität sowie arabischer Pläne. Darüber hinaus enthüllen siedie Ängste und ehrgeizigen Ziele von Politikern, die Doppelmoral und Vorurteile der Vereinten Nationen sowie der Medien. Dieses Buch liefert überzeugende Beweise, dass das 'Friendensabkommen' Israels die vielleicht zerstörerischste und gewaltätigste Ärea in der Geschichte der Menschheit einläutet, und damit das lange erwartete messianische Zeitalter vorbereitet.


Eine gute Grundlage auch zum Verständnis heutiger Entwicklungen und Geschehnissen. Lassen wir uns jedoch von den turbulenten Ereignissen nicht täuschen. Nicht die hinterlistigen Pläne der Menschen werden sich erfüllen, sondern der Wille Gottes, der bei all dem die Zügel in den Händen hält. Diese Zuversicht bewirkt einen klaren Kopf, bei all dem Taumel in dem die Nationen wegen Israel geraten.



Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker. Psalm 33:10

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Sonntag, 10. Dezember 2017, 08:41

Hallo Karyopse,

danke für die Buchempfehlung, kenne das Buch noch nicht. Empfehlenswert zu diesem Thema ist übrigens auch der folgende Beitrag von Roger Liebi

Jerusalem - Hindernis oder Chance für den Weltfrieden?
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Sonntag, 10. Dezember 2017, 08:47

Wie ich sehe, gibt es das Buch von Ramon Bennett auch schon in aktualisierter Form von 2016. Allerdings bisher nur auf englisch, dafür aber auch als Kindle-Ebook.

Philistine-2: The Great Deception

Tom_Admin

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Sonntag, 10. Dezember 2017, 15:09

Hallo Karl-Heinz,

ist es für dich ok, wenn ich diesen Artikel im neuen Forum poste?

Gruß

Tom_Admin
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

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Sonntag, 10. Dezember 2017, 17:26

Hallo Tom,

ja, kannst Du gerne machen.
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Samstag, 16. Dezember 2017, 13:19

Neue Version des Beitrags

Heute habe ich eine ausführlichere Version dieses Beitrags unter: evangeliums-botschaft.de veröffentlicht. Ebenso seht dieser Beitrag auch als Download (PDF 4,5 Seiten A4) zur Verfügung. Diese Version des Beitrags enthält noch weitere geschichtliche Hintergründe, sowie zusätzliche Schriftstellen bezüglich der Erfüllung biblischer Prophetie, die ein Beleg für die Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift sind.

:...israel1...:
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Mittwoch, 20. Dezember 2017, 12:27

Hallo Karl-Heinz,

bezüglich dieser Thematik möchte ich dir ein Buch von Ramon Bennett vorstellen: 'Philister oder Die große Täuschung'.



Hallo Karyopse,

danke noch mal für diese Buchempfehlung, ich habe es mir mittlerweile bestellt und bin gerade dabei es zu lesen. Ist wirklich sehr lehrreich zu diesem Thema, was mich auch dazu bewegt hat, nachträglich zwei Zitate aus diesem Buch in meinen Beitrag zu übernehmen.
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Mittwoch, 20. Dezember 2017, 12:37

Hallo Karl-Heinz,

gestern abend stelle ich in den Tiefen meiner Bücherregale fest, dass ich das Buch zweimal besitze. Wollte gerade heute anbieten, es dir zu schenken. Zu spät. Aber schön, dass du daraus Nutzen ziehen konntest.
Von dem Autor werde ich mir noch andere Bücher besorgen.

Gruß

Karyopse

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Mittwoch, 20. Dezember 2017, 15:31

Hallo Karl-Heinz,

gestern abend stelle ich in den Tiefen meiner Bücherregale fest, dass ich das Buch zweimal besitze. Wollte gerade heute anbieten, es dir zu schenken.



Hallo Karyopse,

da war ich wohl zu schnell mit dem Bestellen, aber trotzdem danke... vielleicht hat ja ein anderes Forum-Mitglied Interesse :)
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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