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Tom_Admin

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Montag, 16. November 2015, 18:43

Papst: Was Gott uns beim Jüngsten Gericht fragen wird

Quelle: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/w…wird-92776.html

Rom (idea) – Papst Franziskus hat am 15. November erstmals die deutsche evangelische Auslandsgemeinde in Rom besucht, die lutherische Christuskirche. Dabei begrüßte er den Seelsorger der rund 500 Mitglieder zählenden Gemeinde, Jens-Martin Kruse, als „meinen Bruder Pastor“. Franziskus sprach in einer Abendandacht. Dabei bekannte er sich zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen. Ehepartner aus konfessionell gemischten Ehen ermutigte er auf Rückfrage von Besuchern, nach einer Prüfung ihres Gewissens gemeinsam am Abendmahl teilzunehmen. „Sprecht mit dem Herrn und geht weiter“, riet der Papst. An einer katholischen Abendmahlsfeier dürfen bisher nur Katholiken teilnehmen. Gemeinsame Abendmahlsfeiern zuzulassen, „liegt nicht in meiner Kompetenz“, sagte er im Blick auf die ebenfalls anwesenden Kardinäle, den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und dessen Vorgänger, Kardinal Walter Kasper. Als Gastgeschenk übergab Franziskus der Gemeinde einen Abendmahlskelch.

Papst bedauert den „Skandal der Trennung“

Der Papst hatte seine vorbereitete Ansprache zur Seite gelegt und frei gesprochen. Er beklagte die gegenseitigen Verurteilungen und Verfolgungen zwischen den Konfessionen: „Wir müssen einander vergeben für diesen Skandal der Trennung.“ Beim Jüngsten Gericht werde Gott nicht fragen, ob jemand regelmäßig zum Gottesdienst gegangen sei, sondern ob er gedient habe. Er plädierte bei allen dogmatischen Unterschieden zwischen den Konfessionen für eine „versöhnte Verschiedenheit“. Im Laufe der Abendandacht wurde mehrfach für die Opfer der Terroranschläge in Paris gebetet.

Evangelischer Pfarrer: „Es kann mehr Ökumene geben“

Der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde, Jens-Martin Kruse, würdigte den Besuch des Papstes. Franziskus habe deutlich gemacht, dass „es mehr Ökumene geben kann“ als das Bedenkenträgern lieb sein kann. Im Vorfeld des Treffens hatte der Papst im Kurzmitteilungsdienst Twitter geschrieben: „Es ist eine Freude, heute zusammen mit den evangelischen Geschwistern in Rom zu beten.“ Sein Vorgänger Benedikt XVI. war in der Gemeinde 2010 zu Gast, Johannes Paul II. (1920–2005) anlässlich des 500. Geburtsjahrs Martin Luthers 1983.
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2

Montag, 16. November 2015, 18:49

Mein Kommentar dazu:

Rom ist Rom und wird immer Rom bleiben. Die Eucharistie ist Götzendienst, der Klerus eine unbiblische Einrichtung und viele Lehren sind direkt gegen das Wort Gottes gerichtet. Der derzeitige Kuschelkurs mit den Evangelikalen dient nur dazu, die "getrennten Brüder" wieder unter den Machteinfluss des Papstes, einem Vorläufer des Antichristen, zu bringen. Wer in der katholischen Kirche zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist, sollte sich unbedingt von ihr trennen. Denn Evangelium und Katholizismus vertragen sich nicht. Wahrscheinlich hat keine Kirche so viele Namenschristen hervorgebracht wie Rom. Dabei sollte noch erwähnt werden, dass diese Menschen nicht errettet sind. Da hilft auch kein Rufen zu Maria oder den Heiligen. Verlasse Rom und gehe zu Christus:

Heb 13,13 So lasst uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen. 14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Luther 1984)

Offb 18,4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! 5 Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht.
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3

Montag, 16. November 2015, 19:46

Beim Jüngsten Gericht werde Gott nicht fragen, ob jemand regelmäßig zum Gottesdienst gegangen sei, sondern ob er gedient habe.

Das ist einfach köstlich! :D "Haben Sie gedient?" - ist ja wie beim Militär. Oh, ja, ich vergaß: Papst Franziskus ist ja tatsächlich beim Militär. Er ist Jesuit. Deshalb dieser Satz. Ist ihm wohl so rausgerutscht. (Ist nur die Frage, gegen bzw. für wen ein Jesuit doch gleich kämpft? Ah, ja richtig: Dazu muss man sich nur mal den Jesuiten-Schwur ansehen.)

Nein. Das Einzige, das Gott einen JEDEN Menschen (sicher abhängig von der jeweiligen Heilszeit - also vor-/nach-mosaisch, vor/nach Christus) fragen wird, ist:

HAST DU IM HERZEN AN MICH UND MEINEN SOHN JESUS CHRISTUS GEGLAUBT UND IHN MIT DEM MUND VOR DEN MENSCHEN ALS DEINEN HERRN BEKANNT? WENN JA, HAST DU AUCH GETAN, WAS ER GESAGT UND GEBOTEN HAT? BIST DU GEWANDELT WIE ER GEWANDELT IST?
(Matthäus 10,21 / Lukas 6,46 + 12,8 / Johannes 14,1 / Römer 10,9 / 1. Johannes 2,5-6)


Den Papst insbesondere wird er wohl nichts fragen müssen, den muss er nur scharf ansehen, dann wird dieser sich schon selbst verurteilen. Allein schon wegen dieses Zitates. Einfach köstlich.
:D (*schenkelklopf*)
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

4

Montag, 16. November 2015, 23:23

Liebe Annabel66,

ich kann da leider nicht mit, das ist allerschlimmste Polemik. Erstens habe ich schon ein Problem mit Eurer Einstellung zu den Katholiken. Zugegebenermaßen stimmen einige der Ansichten nicht wirklich mit biblischen Aussagen überein, einiges ist auch sicher von den heidnischen Gebräuchen importiert - das trifft aber im Prinzip alle weltlichen Kirchenorganisationen - mit mehr oder weniger Vehemenz, aber doch alle. Bleibt die Frage, was gelehrt bzw. verkündet wird - und da ist der Kanon nicht so viel anders. Auch hat das Katholizismus auch viele echte Christen hervorgebracht - wahrscheinlich nicht in den höheren Führungsschichten, aber unter den Gläubigen. Letztlich bleibt also über, ob ich die Liebe lebe - getreu dem Gebot "Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst" - was auch alle anderen Gebote beinhaltet, oder ob ich am Buchstaben klebe und mir gerechtfertigt vorkomme - da gibt es sehr wohl ein Gleichnis im NT, wo die "Gerechtfertigten" nicht so gut wegkommen. Also bleibt: das Dienen in Liebe - was immer wieder von Jesus so verkündet wird. Also hat Papst Franziskus wirklich recht - um etwas anderes geht es nicht. Der Buchstabe tötet. Steht so geschrieben. Und wer in Liebe handelt (also dient), kann den Herrn nicht verleugnen. Denn der ist die Liebe - und wo Liebe aktiv geübt wird, ist der Herr anwesend - geht nicht anders. Ob ich da jeden Buchstaben einhalte, ist vermutlich weniger wichtig.

Und auch beim Antichrist wäre ich vorsichtig. Die Malachias-Weissagung (gefälscht oder nicht ist nach 400 Jahren ziemlich egal) sagt, dass der letzte Papst seine Schäfchen in der Trübsal hüten wird - spricht nicht für den Antichrist. Und dass er, wenn er alle Prophezeiungen der diversen Religionen erfüllen wollte, gleichzeitig der Dajjal, der Antichrist und der Messias sein müsste, spricht auch nicht für den Papst. Eher für einen
Vertreter der Hochfinanz jüdischer Abstammung und islamischen Glaubens - oder so ähnlich. Wobei die "Hure Babel" die ja deutlich aus einer Zeit stammt, wo Babylon noch eine Weltstadt war, und angesichts des Tanzes um das goldene Kalb eher auch dieser Geisteshaltung zuzuschreiben wäre.

Ist ganz sicher eine christliche Haltung - bei den Kirchen austreten, damit die wirklich noch aktiven kleinen Pastoren und Pfarrer ihr Gehalt nicht mehr kriegen und evtl. auch nicht mehr als Seelsorger (in der eigentlichen Bedeutung) tätig sein können (die gibt es, einige kenne ich) - und statt dessen Schifahren gehen? Was offensichtlich aktive Nächstenliebe in Reinkultur bedeutet.

Bedeutend weniger (*Schenkelklopf*). Nichts für Ungut - aber eigentlich sehr bedenklich. Und eine Pauschalverurteilung, die diesem Forum - und der darin gepredigten (gelebten?) Idee - absolut nicht würdig ist. Was sollten wir dann bei der Befragung antworten? Jeder wird mit dem Maß gemessen, das er selbst anlegt.


Alles Liebe

Eugen

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5

Dienstag, 17. November 2015, 08:45

Hallo Eugen,

ich war selber in dieser Kirche und muss Dir sagen, dass ich darin nie, aber auch wirklich nie das echte Evangelium gehört habe. Ja, es gibt viele liebe Katholiken, die es ernst meinen, es gibt auch viele Katholiken, die Gutes tun. Das sollte man immer auch anerkennen. Aber die RKK ist nicht die Kirche Jesu Christi, sie durch und durch antichristlich. Der Papst, der sich mit "Heiliger Vater" anreden lässt - ein Titel, den nur Gott trägt - ist in der Tat ein Vorläufer des Antichristen, denn er nennt sich "Stellvertreter Christi", was im griechischen tatsächlich mit "Antichrist" übersetzt werden muss. Ich weiß, dass es viele Katholiken gibt, die es gut meinen und sich ernsthaft bemühen, Gott zu gefallen. Doch wer eine Hostie anbetet, ist in Gottes Augen ein Götzendiener. Wer zu Maria und zu Heiligen betet, weil er Angst vor Jesus Christus hat, kommt nicht zur Wiedergeburt. Auch das Kreuz Christi, das ein für alle Mal die Sünden abgeschafft hat, wird in dieser Kirche mit Füßen getreten, weil sie sich anmaßt, die Sünden durch ihre Priester und das tägliche Messopfer vergeben zu können. Der Papst wird angebetet wie ein Gott und er lässt sich das gerne gefallen. Das ist Gotteslästerung. Und wer Statuen und Bilder verehrt ist ein Götzendiener. Keine Kirche hat mehr Menschen ausgebeutet und umgebracht wie diese. Keine Kirche ist so korrupt und aufs Geld versessen. Sie sind nicht, wie Paulus schrieb, "die Armen, die viele reich machen" (2Kor 6,10), sondern die Reichen, die viele arm machen. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen! Um des Seelenheils der Menschen willen.

Schau Dir einmal das ganze Video an:



Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=LzT3LaF2Qhg

Wie verstehst Du Nächstenliebe? Ich verstehe darunter, dass ich andere und die Katholiken vor dieser Kirche warnen muss, und das in aller Deutlichkeit.
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6

Dienstag, 17. November 2015, 08:58

Weißt Du, was ich mir unter echter Nächstenliebe vorstellen würde? Wenn diese Kirche einmal ihren unermesslichen Reichtum verkaufen und das Geld den Armen geben würde und so wirklich den Armen dienen würde, statt sie zu unterjochen. Das wäre echte Nächstenliebe. Aber das wirst Du niemals erleben. :(

Reichtum der Kirche ist Blutgeld (Quellen und Fakten zum Reichtum der Römisch-Katholischen Kirche)
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Karyopse

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7

Dienstag, 17. November 2015, 10:06

Tom,

ich glaube es geht Eugen weniger um Kritik an sich, die ja durchaus als berechtigt angesehen wird, sondern darum, wie diese Kritik aufgemacht wird.

Es ist sicher nicht so gemeint, aber Annabel Einlassung könnte möglicherweise als triumphale Häme empfunden werden.

8

Dienstag, 17. November 2015, 10:56

Liebe Annabel66, ich kann da leider nicht mit, das ist allerschlimmste Polemik.

Lieber Eugen, bevor Du mich dessen bezichtigst, lies doch bitte zuerst einmal die Äußerungen der Brüder Martin Luther und Alexander Hislop zu diesem Thema:

Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche (1520)

In der Reformationszeit haben Martin Luther und John Knox die römisch-katholische Kirche als Hure Babylon bezeichnet, wie vor ihnen bereits Girolamo Savonarola und Friedrich II. anlässlich seines ausgedehnten Streits mit Papst Gregor IX.

Dass die römischen Katholiken die EINZIGEN sind, die die FORTFÜHRUNG des ORIGINAL babylonischen Götzendienstes quasi "pur" und unverfälscht bis heute betreiben, hat Alexander Hislop im Jahr 1858 veröffentlicht und historisch (!) nachgewiesen:

Von Babylon nach Rom (The Two Babylons)

Die Malachias-Weissagung (gefälscht oder nicht ist nach 400 Jahren ziemlich egal) sagt, dass der letzte Papst seine Schäfchen in der Trübsal hüten wird

Lieber Eugen, auch das ist Gott NICHT egal, ob Du einer Fälschung Glauben schenkst oder nicht. Du wirst Dich dafür zu verantworten haben.

Und eine Pauschalverurteilung, die diesem Forum - und der darin gepredigten (gelebten?) Idee - absolut nicht würdig ist.

Lieber Eugen, dies ist schon vom Namen her ein ENDZEIT-Forum und befasst sich mit eben diesen Fragen, die in dieser Zeit wichtig sind oder werden. Willst Du andere theologische Diskussionen führen, gibt es genügend andere Foren (wie z. B. das Schriftgelehrten-Forum www.bifo.de), wo Du dies diskutieren kannst.

Soweit ich Tom, den Betreiber dieses Forums, bisher verstanden habe, gibt es auch hier Christen mit unterschiedlichem "(Er-)Kenntnisstand" im Hinblick auf die verschiedenen Themen. Ein Forum dieser Art auf schriftlicher Basis wird auch niemals wie ein persönliches Gespräch auf alle "emotionalen Befindlichkeiten" des Einzelnen eingehen können - schon gar nicht, wenn man sich eher anonym austauscht. Ich werde das auch nicht können. Es besteht ja kein Zwang zur Beteiligung. ;)

Ich gehe persönlich immer davon aus, dass jemand sich VORHER informiert (hat) wenn er sich hier zu einem bestimmten Thema äußert. Dann haben auch alle Leser mehr davon und man muss nicht immer wieder bei "Adam und Eva" anfangen. Dir empfehle ich das in Bezug auf die römisch-katholische Kirche sehr.

Herzliche Grüße!
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Karyopse

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9

Dienstag, 17. November 2015, 11:12

Hmm,

also eigentlich müßte nach Eugen Beitrag ja geklärt werden, ob es sich um Polemik handelt oder ob es auf 'emotionale Befindlichkeiten' Eugens zurückzuführen ist.

Ist Polemik überhaupt erlaubt? Wann ist sie unangemessen? Wie sollte ein Christ damit umgehen? Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob man berechtigte Kritik äußern darf, sondern wie man diese formuliert und ob es eine Form gibt, die Menschen unnötig verletzen kann.

Tom_Admin

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10

Dienstag, 17. November 2015, 12:30

Hmm,

also eigentlich müßte nach Eugen Beitrag ja geklärt werden, ob es sich um Polemik handelt oder ob es auf 'emotionale Befindlichkeiten' Eugens zurückzuführen ist.

Ist Polemik überhaupt erlaubt? Wann ist sie unangemessen? Wie sollte ein Christ damit umgehen? Die eigentliche Frage lautet also nicht, ob man berechtigte Kritik äußern darf, sondern wie man diese formuliert und ob es eine Form gibt, die Menschen unnötig verletzen kann.


Lieber Karyopse,

die Frage ist berechtigt. Aber es ist auch ein wenig der Zeitgeist, der hier mit hineinspielt. Heute wird von Christen verlangt, dass sie alles und jeden mit Samthandschuhen anfassen. Christentum wird heute so verstanden, dass Christen harmlos und demütig zu sein haben. Das ist eine zeitgeistliche Deutung davon, wie Christentum auszusehen hat. Denke mal an Luther. Gut, man muss nicht alles gutheißen, was Luther gesagt und getan hat, aber er gebrauchte manchmal recht derbe Ausdrücke und üble Beleidigungen. Er war ein Kind seiner Zeit, die von Natürlichkeit und Rauheit geprägt war. Heute darf man gar nichts mehr sagen, weil die Leute empfindliche Ohren haben:

2Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;

Wenn ich die Geschichte meiner Vorfahren von meinen Eltern höre, dann erkenne ich, dass früher die Zeiten anders waren. Man war mehr von der Natur geprägt, statt sich immer nur im Haus aufzuhalten. Die meisten hatten einen Bauernhof und arbeiteten sehr hart, auch die Kinder. Da fiel schon mal ein raues Wort oder eine deutliche Aussage. Die Verweiblichung der heutigen Gesellschaft hat jedoch dazu geführt, dass man nicht mehr Tacheles miteinander redet, weil sich jeder gleich verletzt fühlt. Ich nehme mich da auch nicht aus.
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Karyopse

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11

Dienstag, 17. November 2015, 12:51

Lieber Tom,

wie du ja bemerkt hast, bin der Polemik nicht abgeneigt und habe auch deine Empfindlichkeiten schon berührt. ;)

Aber auch innerhalb von Polemik gibt es schlechten Stil und den bemerkt man durchaus. Alles hat also Grenzen.

Das mit der 'Verweiblichung', na ja, wenn ich sehe wie manche Weiber zänkisch-hysterisch aufeinander losgehen, kann ich eine Empfindlichkeit nicht feststellen Grin_Smiley

Ich fürchte, dagegen sind Männer wahre Chorknaben.

12

Dienstag, 17. November 2015, 12:58

Ich weiß, niemand wird gerne kritisiert. Ich kenne das von mir selbst zur Genüge. :)

Mir kam gerade so ein schon uraltes Lied in den Kopf, ich weiß nicht, ob das jemand hier kennt? Ich habe es tatsächlich (kaum zu glauben 8o ) bei YouTube wieder gefunden. Wie sollte ich mit Kritik umgehen? Das fällt uns allen schwer. Mich hat dieses Lied damals jedenfalls zum Nachdenken gebracht. Und heute immer noch. Leider denkt man meist nicht daran, wenn man in solcher Situation steckt (und ist stattdessen gekränkt). Doch wir sind alle nicht perfekt, das sollten wir nicht vergessen:




Wenn jemand an dem Teppich zieht, auf dem du stehst und wenn man sieht,
dein sicherer Auftritt war nur Schein, und keiner fällt mehr darauf rein.
Wenn man dir deine Fehler nennt und kräftig gegen die Fassade rennt,
die du so kunstvoll aufgebaut. Wenn einer deine Schau durchschaut:

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, willst du denn bleiben, wie du bist
Es könnte sein, daß dir die Wahrheit heute nah, wie selten ist.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Wenn man dir sagt, wie du so wirkst, und jemand ahnt, was du verbirgst,
Wenn dich dein Schweigen nicht mehr schützt und sich verteidigen nichts nützt,
du spöttisch fragst: bin ich so schlecht obwohl du weißt, er hat ja recht.
Wenn du erkennst, ich bin erkannt bin vor mir selber weggerannt.

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, wenn man dich ernsthaft kritisiert.
Es könnte sein, daß man es tut, damit man dich nicht ganz verliert.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Und Jesus schaute Petrus an, kurz vorher noch der starke Mann
und fragte nur, hast du mich lieb, das wars, was noch zu fragen blieb
Zu einem echten Neuanfang, die Liebe brachte das in Gang
Wenn du dir wünscht, du selbst zu sein, laß dich mit ihm, der Wahrheit ein

Schlag nicht zurück, lauf nicht davon, wenn man dich ernsthaft kritisiert.
Es könnte sein, daß man es tut, damit man dich nicht ganz verliert.
Frag nach dem Grund, warum dir einer seine Meinung sagen will
und ist es Liebe, dann hör zu und halte still.

Text/Musik: Andreas Malessa Anfang der 80er

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Dienstag, 17. November 2015, 13:30

Polemik

Also wenn ich Annabels Äußerung mit der von Martin Luther vergleiche, dann klingt Annabels Äußerung noch recht wohlwollend.

Martin Luthers Äußerungen zum Papst:

Zitat

Um Ihnen bezüglich der Lehre Luthers helfen und den Lesern des offenen Briefes die Möglichkeit zu geben, die Lehre Luthers im Originalwortlaut kennenzulernen, darf ich einige Zitate anfügen:

In Luthers Schrift »Heerpredigt gegen die Türken« von 1529 ist z.B. zu lesen:

- »Ich glaube, dass der Papst ein vermummter und leibhaftiger Teufel ist, weil er der Endchrist ist.«

Aus Luthers Schrift »Wider das Papsttum vom Teufel gestiftet« (23. 3. 1545) stammen folgende Zitate:

- »... Sie schmücken sich mit dem Namen Christi, des hl. Petrus und der Kirche, obwohl sie doch voll sind von den ärgsten Teufeln in der Hölle, voll, voll, und so voll, dass sie nichts denn eitel Teufel ausspeien, auswerfen und schneuzen können. ... Nun sehen wir, dass er [der Papst] mit seinen römischen Kardinälen nichts anderes ist, denn ein verzweifelter Spitzbube, Gottes und Menschen Feind, der Christenheit Verstörer und des Satans leibhaftige Wohnung ...«

- »Denn der Teufel, der ja das Papsttum gestiftet, der redet und wirket alles durch den Papst und den römischen Stuhl. Was man aber dem Teufel glauben soll, als dem Mörder und Vater aller Lügen, soll ja ein Christ wohl wissen (Joh 8).«

- »Da hast du den Papst, was er sei und wo er herkomme, nämlich ein Gräuel aller Abgötterei, von allen Teufeln aus dem Grund der Hölle hervorgebracht.«

- »Wer dem Papst gehorsam ist, der wird selig; er aber, der Papst selbst, als der Fels, soll niemand gehorsam und unterworfen sein. Da hast du des geistlichen Rechts und aller Dekretalen Summe und ganzes Verständnis, woraus du deutlich entnehmen kannst, dass der Papst und sein Papsttum ein Teufelsgespenst ist aus verkehrtem, verfälschtem Verständnis von Mt 16, d. i. aus Lügen, Gotteslästerungen, als dem Teufel aus dem Hintern geboren.«
- »So hab ich doch... das erste Stück... so klar und gewaltig ausgeführt, dass gottlob kein gut christlich Gewissen anders glauben kann, denn dass der Papst nicht sei noch sein kann das Haupt der christlichen Kirche, noch Statthalter Gottes oder Christi, sondern ist das Haupt der verfluchten Kirche der allerärgsten Buben auf Erden, ein Statthalter des Teufels, ein Feind Gottes, ein Widersacher Christi und Zerstörer der Kirche Christi, ein Lehrer aller Lügen, Gotteslästerung und Abgöttereien, ein Erzkirchendieb und Kirchenräuber der Schlüssel, aller Güter beider, der Kirchen und der weltlichen Herrn, ein Mörder der Könige und Hetzer zu allerlei Blutvergießen, ein Hurenwirt über alle Hurenwirte und aller Unzucht, auch die nicht zu nennen ist, ein Widerchrist, ein Mensch der Sünden und Kind des Verderbens, ein rechter Werwolf.«

- »Die teuflische Päpsterei ist das letzt Unglück auf Erden und das näheste, so alle Teufel tun können mit all ihrer Macht. Gott helfe uns, Amen.«
(Alle Zitate aus: Martin Luthers Werke, Weimarer Ausgabe)


Nur einige wenige Zitate von Martin Luther, die seine Einstellung gegenüber dem Papst wohl unmissverständlich zum Ausdruck bringen.


Quelle: http://www.luther-predigt.de/Luther%20üb…en%20Pabst.html
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Karyopse

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Dienstag, 17. November 2015, 15:29

Aber wer will schon den Stil von Luther pflegen? Ich denke noch an eine Schwester, die wiehernd vor Triumpf einem Zeugen Jehovas so richtig die Meinung geigte.
Das war nicht schön und zeigte eine maßlose Selbstüberhöhung, für die man sich nur schämen konnte. 'Eure Rede sei'... , alle wichtigen Ermahnungen wurden in den Wind geschlagen, nur um sich abzureagieren. Ein Christ sollte auch in solchen Dingen die Fassung und Selbstbeherrschung bewahren, denn genau wie Luther, der durch seine Sprache zeigte, wes Geistes Kind er war, wird sich jeder für seine Sprache verantworten müssen.

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Dienstag, 17. November 2015, 16:20

Ich wünschte, wir hätten heute wieder einmal einen Luther. ;P
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16

Dienstag, 17. November 2015, 17:07

Liebe Annabel, wenn ich es recht verstehe, dann war das, was Karyopse an deiner Aussage kritisierte, nicht so sehr die deftige Sprache, sondern eine gewisse Häme.

Ich zitiere mal:

Zitat

ich glaube es geht Eugen weniger um Kritik an sich, die ja durchaus als berechtigt angesehen wird, sondern darum, wie diese Kritik aufgemacht wird.

Es ist sicher nicht so gemeint, aber Annabel Einlassung könnte möglicherweise als triumphale Häme empfunden werden.


Verzeihe mir bitte, aber auch auf mich hatte dein Kommentar mit dem "Schenkel klopfen" einen Beigeschmack in diese Richtung hin. Mag sein, dass du es nicht so gemeint hast, aber es kommt bei anderen anscheinend doch so rüber. Ich denke, dass wollte dir Karyopse nur bewußt machen, damit du das in Zukunft vielleicht vermeiden kannst.

In Luthers Aussagen, die ich hier gelesen habe, ist die Sprache zwar auch deftig, aber sie wirken auf mich jetzt nicht hämisch.

Auch ich sage manchmal dumme Sachen und werde dann von anderen mißverstanden. Besonders beim schriftlichen Austausch kommt sowas ja häufig vor, dass man was in den falschen Rachen bekommt.

Ich hoffe, du nimmst mir meine ehrlichen Worte nicht übel. Wenn ich mal was Dummes schreiben sollte (vielleicht habe ich das auch schon), wünsche ich mir für die Zukunft, dass ich von euch ebenfalls darauf hingewiesen werde. Nobody is perfect. :)

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