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Tom_Admin

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Dienstag, 17. November 2015, 11:58

Geforderte und falsch verstandene Nächstenliebe

Hallo,

ausgehend von diesem Thread ( Papst: Was Gott uns beim Jüngsten Gericht fragen wird ) habe ich heute folgenden Text zum Thema "Nächstenliebe" geschrieben. Ich lade Euch und speziell Eugen ein, diesen Text einmal zu lesen.

Quelle, mein Blog: http://mit-jesus-unterwegs.de/geforderte…-naechstenliebe

Hier der Text:

Spr 13,24 Wer seine Rute spart, der haßt seinen Sohn, wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn beizeiten.

Nächstenliebe, ich höre immer wieder Nächstenliebe...

Die Welt und der Teufel waren schon immer bestrebt, Christen vor ihren Karren zu spannen. Die unheilige Allianz zwischen Christentum und Welt, die vor allem aus den Machtspielen der Römisch Katholischen Kirche hervorging, ist etwas, was Jesus Christus nicht gewollt hat. Die Gemeinde, die sich Jesus Christus am Kreuz erkauft hat, sollte abgesondert von der Welt existieren (2Kor 6,17) und eine Oase inmitten der wüstenähnlichen Welt sein. Nachdem die Christen im Römischen Reich massiv verfolgt wurden, änderte der Teufel die Strategie, weil er das Christentum dadurch nicht zerstören konnte.

Der Teufel geht mit zwei Methoden gegen die Gläubigen vor: Verfolgung oder Infiltration.

Nachdem es dem Teufel nicht gelungen war, die Gemeinde durch Verfolgung zu vernichten, änderte er seine Taktik: Das Christentum wurde zur Staatsreligion in Gestalt der Römisch Katholischen Kirche. Dadurch drang die Welt in die Gemeinde ein und die Kirche wurde zu einer weltlichen Institution. Ein gewaltiger Machtapparat entstand, der die Weltherrschaft übernahm. Man denke nur an die vielen Kriege und die Gewalt im finsteren Mittelalter. Dem Teufel gelang es zusätzlich, das okkulte Heidentum zu einem festen Bestandteil der Kirche zu machen (Infiltration), die Christus total aus den Augen verlor und nicht mehr mit seiner Wiederkunft rechnete, sondern das Reich Gottes frühzeitig mit Gewalt aufrichten wollte. Es bildete sich auch ein Klerus heraus, der die Deutung der biblischen Wahrheit für sich beanspruchte, auch mit Gewalt, und die Herrschaft über das einfache Kirchenvolk übernahm. Die Führung des Klerus wurde vom Papst übernommen, der sich selber als Gottes Stellvertreter auf Erden sah und die Macht hatte, Könige ein- und abzusetzen, ganze Länder zu beherrschen und die Katholische Religion zur Weltmacht erklärte, mit sich selber als obersten Befehlshaber. Vom ursprünglichen Gedanken Gottes über die Gemeinde blieb dabei so gut wie nichts mehr übrig, aber es gab hier und da immer noch echte Gläubige, auch wenn der Großteil nur aus Namenschristen bestand.

Als dann Martin Luther kam, beseitigte er durch die gewaltige Reformation zwar die meisten Missstände, aber er schaffte es nicht, die unheilige Verbindung zwischen Kirche und Welt vollständig aufzulösen. Es gab auch unter den Evangelischen viele weltliche Menschen, die sich in der Kirche aufhielten, aber nicht errettet waren. Ebenso beeinflusste die Evangelische Kirche auch wieder die Fürsten und Könige, so dass die Kirche und die Welt nicht ganz getrennt wurden. Man sieht das heute noch ganz deutlich, wenn Würdenträger der EKD gleichzeitig in einen Vorstand in irgendeiner politischen Partei sitzen. Zudem bekommt die RKK und EKD auch heute noch staatliche Zuwendungen und ist damit von den weltlichen Führern und deren Meinung abhängig. (Umgekehrt ist es genauso.) Dadurch wird die Meinung der Kirche gekauft und verhindert, dass das ganze Evangelium gepredigt wird. Durch die Abhängigkeit vom Staat wird die Kirche dazu gezwungen, viele faule Kompromisse einzugehen und sich nach staatlichen Richtlinien und Vorgaben zu richten. Dadurch wird die kompromisslose Botschaft des Evangeliums zu einer lauen, faden Angelegenheit, weil ihr der Grund des Wortes Gottes entzogen wurde.

Wenn wir uns diese Tatsachen im Hinterkopf behalten, dann können wir die heute geforderte Toleranz und Nächstenliebe, an die wir immer von den kirchlichen Würdenträgern und Politikern erinnert werden, richtig deuten. Heute wird Toleranz und Nächstenliebe so verstanden, dass ich um des Friedens willen, alles akzeptiere und toleriere was Gläubige anderer Konfessionen, Denominationen und auch anderer Religionen glauben. Ich werde aufgefordert, nicht nur die Menschen zu achten, sondern auch das, was sie tun und glauben, damit ja kein Misston entsteht. Ich werde dazu aufgefordert, zu jedem Kompromiss bereit zu sein, weil ja Jesus Christus angeblich gefordert habe, dass ich meinen Nächsten wie mich selbst lieben solle. Dass ich dabei vor den Karren von weltlichen Programmen, Ideologien und Zielen gespannt werden, merke ich selber vielleicht gar nicht. Die Taktik des Teufels geht dabei dann auf. Gut gemeint ist oft nur das Gegenteil von gut.

Auf den ersten Blick klingt das einleuchtend. Jesus Christus forderte tatsächlich, dass man seinen Nächsten wie sich selber lieben solle (Luk 10,27). Doch was dabei unterschlagen wird, ist das erste Gebot:

Mt 22,
36 Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz?
37 Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«.
38 Das ist das erste und größte Gebot.


Das Gebot der Nächstenliebe ist das untergeordnete Gebot von zwei Geboten, die zusammen gehören. In erster Linie bin ich Gott selber verpflichtet und erst danach meinem Nächsten. Die richtige Reihenfolge muss dabei eingehalten werden.

Wenn ich zuerst Gott verpflichtet bin, dann werde ich mich hüten, mit Menschen Kompromisse einzugehen, die Gottes Wort für ihre persönlichen Zwecke missbrauchen, indem sie zwar behaupten, Christen zu sein, aber keine lebendige Beziehung zu Gott haben. Auf der anderen Seite werde ich mich vor Lehren und Religionen hüten, die entgegengesetzt zu Gottes Geboten in der Bibel sind. Mir wird von Gottes Wort her verboten, mit diesen Menschen in geistlicher Weise zusammenzuarbeiten:

Apg 5,29 Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!

Diese Tatsache hat in der großen Ökumene, die durch die Römisch Katholische Kirche und den meist abgefallenen Kirchen, die diese Bestrebungen ebenfalls vorantreiben, keinen Platz. Alle Christen sollen mit den falsch verstandenen Toleranz- und Nächstenliebe-Geboten der Menschen zu einer großen Religion zusammengeführt werden. Wer hierbei nicht mitmacht, gilt als Querulant und Unruhestifter. Doch Gottes Wort verlangt hier Absonderung:

2Kor 6,14 Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?

Wie ist dann das Gebot der Nächstenliebe zu verstehen?

Praktische Nächstenliebe zeigt sich darin, dass ich den Menschen liebe, der mir gerade am nächsten ist. Der Mensch, mit dem ich es gerade zu tun habe, soll von mir geliebt werden. Das kann mein ungläubiger Nachbar sein, der Busfahrer, bei dem ich gerade mein Ticket kaufe, mein muslimischer Arbeitskollege, Mitglieder meiner Familie oder der Glaubensbruder, mit dem ich meine Freizeit gerade verbringe. Ich bin dabei nicht verantwortlich für die ganze Welt, sondern ich soll in meinem kleinen, privaten Umfeld wirken. Ich bin nicht dazu da, um für politische Aktionen und Ideologien vor den Karren der Welt gespannt zu werden. Ich bin auch nicht dazu da, um mich an einer unheilvollen Ökumene zu beteiligen, weil mich eine Kirchenführung zu einer faulen Nächstenliebe auffordert. Nächstenliebe kann eben nicht eingefordert werden, sondern ist etwas, das ich im kleinen Umfeld praktiziere, weil ich zu Christus gehöre. Liebe ist immer freiwillig und kein Zwang (Hl 8,4)!

Nächstenliebe bedeutet auch nicht, dass ich alles gut heiße, was ein anderer Mensch tut. Liebe ist immer an Wahrheit gekoppelt, Liebe freut sich nicht an der Ungerechtigkeit:

1Kor 13,6 sie [die Liebe, Anm. von mir] freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

Gerade weil sich die Liebe an der Wahrheit freut, kann sie sich nicht über Ungerechtigkeit freuen. Jesus Christus predigte zwar die Nächstenliebe und lebte sie aus, doch er fand auch sehr scharfe und deutliche Worte gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten, der geistlichen Elite der damaligen Zeit (Mt 23,1-36). Jesus Christus liebte zwar die Sünder, aber er hasste die Sünde. Und er sprach das bei vielen Gelegenheit aus. Weil Liebe sich an der Wahrheit freut, darum muss sie auch die Missstände beim Namen nennen, auch wenn es dem Gegenüber nicht passt. (Man denke hierbei nur einmal an den Judasbrief, bei dem sehr scharfe und deutliche Worte gegen Sünder gebraucht werden.)

Ich muss nicht alles tolerieren. Der Gedanke der Toleranz ist ein Gedanke der Freimaurer und kommt in der Bibel nicht vor, da Gott selber die Sünde auch nie toleriert.

Fassen wir noch einmal zusammen: Die heutige Aufforderung der Christen zu Nächstenliebe kommt hauptsächlich von der Welt, um die Christen für weltliche Programme zu gewinnen. Christen sind jedoch in erster Linie Gott und seinen Geboten verpflichtet und erst danach den Menschen [wobei wir darauf achten sollen, nicht Knechte der Menschen zu werden (1Kor 7,23)].
Ich bin nicht dafür verantwortlich, die ganze Welt zu lieben, sondern soll die Nächstenliebe in meinem privaten Umfeld praktizieren. Dabei muss ich mit meinen Gegenüber keine Kompromisse eingehen, sondern darf Sünde Sünde nennen und muss dabei nicht alles tolerieren, was ein anderer tut, denn auch Gott kann Sünde auch nicht tolerieren. Das Gebot Gott zu lieben und den Nächsten hängt dabei zusammen und bildet zwei Seiten einer Medaille. Zuerst Gott gegenüber loyal, und mit diesem Hintergrund dem Nächsten. Jedoch sollte ich die Wahrheit in Liebe aussprechen.
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Dienstag, 17. November 2015, 12:39

Nun habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass nahezu jedes Verhalten von Christen mit der Bibel gerechtfertigt wurde. Warum ist das so?
Eine mögliche Antwort wäre, das wir als Christen auch die falschen Motive haben können. Wir sehen zwar,das Jesus tadelte, aber er tadelte auch seine Jünger, die Rute hat er nicht gespart. Doch eines ist dabei zu bedenken, Jesus selber war untadelig. Das gibt dem Tadel eine andere Qualität, die wir Menschen, die nicht ohne Sünde und damit nicht ohne falsche Motive sind, nicht leisten können. Wer daher ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein, drückt es in ähnlicher Weise aus. Wir sind nicht Jesus, wenn wir also tadeln, machen wir dies möglicherweise in einer Unvollkommenheit, die durch falsche Motive befeuert wird. Da liegt eben die Gefahr, der wir nur entkommen, wenn wir auch bei Kritik nicht die Früchte des Geistes vergessen, die uns erst als Christen kenntlich machen. Die Medaille hat damit mehr als zwei Seiten, sie hat noch eine Kante und die ist nicht ohne. :D

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Dienstag, 17. November 2015, 14:35

Nun habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass nahezu jedes Verhalten von Christen mit der Bibel gerechtfertigt wurde. Warum ist das so?
Eine mögliche Antwort wäre, das wir als Christen auch die falschen Motive haben können.


Die Motive sind in der Tat zu hinterfragen. Nur Jesus hat das Recht zu richten - aber er wird zusammen mit den Gläubigen richten:

1Kor 6,3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel richten werden? Wieviel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens?

Zudem gelten innerhalb der Christenheit auch Ordnungen, die einzuhalten sind.

Nebenbei:

Was mir aber gerade heute aufgefallen ist, ist, dass man dabei, wenn man sich in der heutigen Zeit ständig hinterfragen lassen muss, den Zugang zu seiner Seele und damit zum eigenen Selbst verlieren kann. Ich will das einmal so ausführen: Wenn sich einige Deutschen heute aufregen, dass eine unkontrollierte Zuwanderung, sogar eine Invasion, stattfindet, dann bekommt man das Motiv "Fremdenhasser und Nazi" aufgedrückt. Es scheint, als habe man kein Recht dazu, sich darüber aufzuregen, weil gleich das Motiv Nazi auftaucht. Doch hat man nicht das Recht, sich über etwas, das einen beeinträchtigt, aufzuregen? Dem Deutschen wird darum eingeredet, dass seine Empfindung in dieser Hinsicht falsch ist.

Heute darf auch niemand mehr zornig werden (etwas überspitzt ausgedrückt). Zorn wird als etwas ausschließlich negatives dargestellt. Zorn hat jedoch eine gute und eine schlechte Seite. Unkontrollierter Zorn ist zerstörend. Doch kontrollierter Zorn kann dazu dienen, ungute Umstände zu verändern. Heute wird schon den kleinen Kindern, wenn sie in dieser Hinsicht auffällig werden, Psychopharmaka verordnet. Heute - das ist meine Wahrnehmung - wird jedes Gefühl und jeder Gedanke hinterfragt, weil diese Empfindungen ja falsch sein könnten. Ständig ist eine mediale Gedankenpolizei unterwegs, die aufpasst, dass ja keiner von der Norm abweicht. Dabei gibt es auch negative Gefühle, die wertfrei sind. Zorn ist zunächst einmal wertfrei. Auch Gott verspürt Zorn. Es kommt immer darauf an, ob ich mich vom Zorn kontrollieren lasse, oder ob ich den Zorn kontrolliere.

Diese ständige Fremd- und Selbstbeobachtung - von der ich wie jeder andere auch betroffen bin - führt dazu, dass wir die Verbindung zu unserem Selbst verlieren. Wir sind nicht mehr so spontan, wie wir es als Kinder waren. Wir schämen uns für unsere Gefühle, wir unterdrücken ungute Gefühle und setzen immer ein freundliches Gesicht auf. So wird es uns schon seit der Schule eingebläut. Jesus Christus nannte so jemanden Heuchler.
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Dienstag, 17. November 2015, 14:59

Lieber Tom, Danke für Deinen Beitrag. :thumbsup:
Das Wort Gottes, unser beider Maßstab in diesen Dingen (ich kann ja erst mal nur von uns beiden hier sprechen), sagt dazu ganz klar auch:

Besser offene Rüge als verborgen gehaltene Liebe. Treu gemeint sind die Schläge dessen, der liebt, aber überreichlich die Küsse des Hassers. (Sprüche 27,5-6)
Ich will aber sehr gern alles verwenden und völlig verwendet werden für eure Seelen, wenn ich auch, je überschwenglicher ich euch liebe, um so weniger geliebt werde. (Paulus zu den Korinthern, 2. Kor 12,15)

sowie zum Thema der Lehre unter anderem:
Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit; überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre. (2. Tim 4,2)
...der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen. ... Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie im Glauben gesund seien. (Titus 1,9.13)
Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein und zweimali­gen Zurecht­weisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist. (Titus 3,10-11)


Die LIEBE redet immer die Wahrheit. Wem das eine zu harte Rede ist, der kann Jesus Christus eben auch nicht nachfolgen. (Joh 6,60.66)

Eine meiner persönlichen Lieblingsschriften zum Thema 'verweichlichte Christenheit' ist von Sören Kierkegaard und hier noch als PDF zu lesen - als Buch vergriffen, wird wohl auch nicht mehr aufgelegt werden, für solche "Polemik" auf höchstem Niveau gibt es heute definitiv keinen Markt und keine Nachfrage mehr; dazu ist die Abgestumpftheit in Laodizäa schon zu weit fortgeschritten:

"Wie man völlig ungeniert die Bibel lesen kann" (Auszug)

"Tatort Christenheit" (ganzes Buch)

Ich selbst bin in den Besitz dieses Büchleins nur gelangt, indem mir eine (später als solche geoffenbarte) Laodizääerin dieses in ehemaliger Freundschaft schenkte, weil sie selbst (sic!) nichts damit anzufangen wusste. Ich musste später leidvoll erfahren, dass diese definitiv nicht wiedergeboren sein konnte, weil sie auf eine ernste Ermahnung von mir, die Sünde in Gestalt ihrer leiblichen, angeblich auch bekehrten Schwester mit unverheiratetem "Anhang" nicht in ihrem Haus aufzunehmen (vgl. Gottes Wort dazu in 4. Mo 25,6-13 und weitere Aussagen zum Thema Hurerei), den Kontakt offiziell abbrach und mich quasi per Brief schriftlich "ermordete". Das tat mir jahrelang sehr weh, auch wenn ich der Welt bereits gestorben war und nicht mehr ermordet werden konnte, ist auch schon eine Weile her - doch vor allem UM JENE habe ich geweint! Denn ich weiß ja, was die ewige Konsequenz all dessen sein wird, was diese getan und sich im letzten Brief an mich gewünscht hat: "Nie wieder Kontakt mit mir zu haben." Genau das wird sie in Ewigkeit leider bekommen: Denn es ging ja nicht um mich, sie hat GOTT VERWORFEN, indem sie das tat!

Denn Demas hat mich verlassen und hat diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, ... (2. Tim 4,10)

Neben dem selbst sündlosen HERRN hat auch Paulus diese Erfahrung gemacht. Der HERR kann "als Gott" ins Herz sehen, Paulus konnte das als "nur Mensch" nicht und hat Demas sicher lange Zeit und bis zuletzt für einen echten Bruder gehalten, der wie er selbst wiedergeboren war. Das ist mein großer Trost in einer solchen Situation gewesen.

:!:
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Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

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Dienstag, 17. November 2015, 15:44

Zitat

Jesus Christus nannte so jemanden Heuchler.


Leider findet man in der Christenheit viele frömmelnde Heuchler. Früher oder später offenbaren sich alle, doch die Tatsache an sich ist alles andere als angenehm.
Aber man muß es nehmen, wie es ist. Dein Gedanke mit der Selbstbeobachtung, ich nenne es mal 'auf der Hut sein' , sehe ich auch als Problem an, würde aber nicht so weit gehen und das 'Selbst' gefährdet sehen. Gut, auf der einen Seite müssen wir offen bleiben, um nötige Korrekturen vornehmen zu können, andererseits brauchen wir aber auch eine gewisse Immunität. Also ich muß sagen,das von Christina gepostete Lied ist schon ganz genial in seinen Aussagen in der Hinsicht, wie wir auch mit Kritik umgehen sollten.

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Dienstag, 17. November 2015, 16:53

Leider findet man in der Christenheit viele frömmelnde Heuchler. Früher oder später offenbaren sich alle, doch die Tatsache an sich ist alles andere als angenehm.


Die Christenheit ist voll von Heuchlern. Ich bin auch einer. Wenn ich auf die Frage wie es mir geht, "gut" antworte, obwohl es mir beschissen geht. Wenn ich versuche einer Person, die ich insgeheim nicht mag, Liebe vor zu heucheln. Wenn ich kleinlaut beigebe, obwohl ich gerade jetzt meinen Standpunkt klar machen müsste. Wenn ich eine Person warnen soll und eine lebensnotwendige Wahrheit nicht ausspreche, weil ich denke, mich damit lächerlich zu machen. Usw.

Hans Peter Royer sagte einmal zu einem Pastor: "Ich will nicht mehr in die Kirche gehen, denn die Kirche ist voller Heuchler!" Daraufhin sagte der Pastor: "Komm trotzdem, denn für einen haben wir noch Platz."

Aber man muß es nehmen, wie es ist. Dein Gedanke mit der Selbstbeobachtung, ich nenne es mal 'auf der Hut sein' , sehe ich auch als Problem an, würde aber nicht so weit gehen und das 'Selbst' gefährdet sehen.


Diese Gefahr besteht vor allem in dysfunktionalen Familien. In einer Familie, in der ein oder mehrere Mitglieder alkoholabhängig sind, was zu starken Beeinträchtigung des guten Miteinanders führt, kommt man auf jedes andere Problem zu sprechen, nur nicht auf den übermäßigen Alkoholkonsum der betroffenen Person. (Ich weiß das, denn ich bin in so einer Familie aufgewachsen.) Obwohl man die Probleme klar sieht, wird einem trotzdem ständig suggeriert: Deine Wahrnehmung ist falsch, das Problem muss bei Dir liegen. So entstehen die verschiedenen krankhaften Rollenverteilungen, und hier ist das Selbst tatsächlich geschädigt.

Ebenso verhält es sich mit der fortdauernden Kollektivschuld und der Abwertung der deutschen Bevölkerung. Dem Deutschen wird ständig suggeriert, dass er ein charakterliches Schwein sei, dadurch, dass die Deutsche Geschichte auf gerade mal 12 Jahre Holocaust und Krieg reduziert wird. Aufgrund dieser Geschichte wird jeder Versuch, eine andere Meinung als der Mainstream zu äußern, als charakterlicher Makel dargestellt und man bekommt das-böse-Nazi-Stigma. Der Deutsche traut daher seinen Gefühlen nicht mehr und lässt alles mit sich machen. Das ist das Problem des Volkes.

Genauso verhält es sich in der Kirche. Wer nicht bereit ist, bestimmte Kompromisse einzugehen und die Dinge beim Namen nennt, der muss sich mit der Brandmarkung "Lieblosigkeit" und "Gesetzlichkeit" zufrieden geben. Oder er wird gar als "engstirniger Fundamentalist" bezeichnet. Auch hier wird die eigene Wahrnehmung massiv beeinträchtigt, indem gesagt wird, die eigenen Gefühle seien böse.

Alles, was ich damit sagen will, ist, dass wir mit einer ständigen Selbst- und Fremdbeobachtung nur uns selber schaden. Irgendwann wird sich die Seele dafür rächen. Ich weiß das, denn ich erlebe es Tag für Tag.
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Dienstag, 17. November 2015, 17:03

Ich selbst bin in den Besitz dieses Büchleins nur gelangt, indem mir eine (später als solche geoffenbarte) Laodizääerin dieses in ehemaliger Freundschaft schenkte, weil sie selbst (sic!) nichts damit anzufangen wusste. Ich musste später leidvoll erfahren, dass diese definitiv nicht wiedergeboren sein konnte, weil sie auf eine ernste Ermahnung von mir, die Sünde in Gestalt ihrer leiblichen, angeblich auch bekehrten Schwester mit unverheiratetem "Anhang" nicht in ihrem Haus aufzunehmen (vgl. Gottes Wort dazu in 4. Mo 25,6-13 und weitere Aussagen zum Thema Hurerei), den Kontakt offiziell abbrach und mich quasi per Brief schriftlich "ermordete". Das tat mir jahrelang sehr weh, auch wenn ich der Welt bereits gestorben war und nicht mehr ermordet werden konnte, ist auch schon eine Weile her - doch vor allem UM JENE habe ich geweint! Denn ich weiß ja, was die ewige Konsequenz all dessen sein wird, was diese getan und sich im letzten Brief an mich gewünscht hat: "Nie wieder Kontakt mit mir zu haben." Genau das wird sie in Ewigkeit leider bekommen: Denn es ging ja nicht um mich, sie hat GOTT VERWORFEN, indem sie das tat!


Ach, weißt Du, Gott ist viel geduldiger mit uns Menschen, als wir es mit uns selbst und anderen sind. :thumbup: Wir sollten keinen Menschen vorzeitig aufgeben. Egal, wie groß die Schuld auch ist, wenn man seine Schuld bekennt und lässt, wird sie dank der Gnade Gottes vergeben. Andere Christen reagieren nicht immer auf unsere Worte und lehnen sie ab. Ich denke daran, wie viel Geduld Jesus da mit mir schon hatte. Wenn andere Menschen für uns erledigt sind - für Gott sind sie es, wenn sie noch leben, nicht.
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Dienstag, 17. November 2015, 18:08

Wenn andere Menschen für uns erledigt sind - für Gott sind sie es, wenn sie noch leben, nicht.

Dein Wort in SEINEM Ohr... ;)

Ja, wie schön wäre das. War übrigens eine sehr lustige, waschechte Süd-Bayerin! Aber es liegt nicht (mehr) an mir, das ist konkret zunächst mal "erledigt".

Viele Grüße!
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Dienstag, 17. November 2015, 19:18

Zitat

Auch hier wird die eigene Wahrnehmung massiv beeinträchtigt, indem gesagt wird, die eigenen Gefühle seien böse.

Alles, was ich damit sagen will, ist, dass wir mit einer ständigen Selbst- und Fremdbeobachtung nur uns selber schaden. Irgendwann wird sich die Seele dafür rächen. Ich weiß das, denn ich erlebe es Tag für Tag.


Sehr interessante Aussagen, Tom, da muß ich morgen noch ein paar Worte zu sagen :)

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Mittwoch, 18. November 2015, 10:32

Leider findet man in der Christenheit viele frömmelnde Heuchler. Früher oder später offenbaren sich alle, doch die Tatsache an sich ist alles andere als angenehm.


Die Christenheit ist voll von Heuchlern. Ich bin auch einer. Wenn ich auf die Frage wie es mir geht, "gut" antworte, obwohl es mir beschissen geht. Wenn ich versuche einer Person, die ich insgeheim nicht mag, Liebe vor zu heucheln. Wenn ich kleinlaut beigebe, obwohl ich gerade jetzt meinen Standpunkt klar machen müsste. Wenn ich eine Person warnen soll und eine lebensnotwendige Wahrheit nicht ausspreche, weil ich denke, mich damit lächerlich zu machen. Usw.


Und? Belastet es dich? Zu fragen wäre doch, welche Funktion eines solches Verhalten erfüllt und dies dann mit den biblischen Anforderungen zu vergleichen.



Hans Peter Royer sagte einmal zu einem Pastor: "Ich will nicht mehr in die Kirche gehen, denn die Kirche ist voller Heuchler!" Daraufhin sagte der Pastor: "Komm trotzdem, denn für einen haben wir noch Platz."


Na, das war mal erfrischend ehrlich.

Angeblich lügt der Mensch zweihundertmal am Tag. Natürlich meist ohne beabsichtigte Täuschung. Enfach aus psychosozialen Gründen.

Aber warte mal, hier hab ich auch einen nachdenklichen Joke über den Umgang mit der Wahrheit: Ein Büblein klagte seiner Mutter: Der Vater hat
mir eine Ohrfeige gegeben.‹ Der Vater aber kam dazu und sagte: Lügst du wieder? Willst du noch eine?‹ :)

Also ich würd die ritualisierten Höflichkeitsfloskeln mal von der Thematik ausnehmen, damit wird die Anzahl der Lügen schon deutlich reduziert.



Aber man muß es nehmen, wie es ist. Dein Gedanke mit der Selbstbeobachtung, ich nenne es mal 'auf der Hut sein' , sehe ich auch als Problem an, würde aber nicht so weit gehen und das 'Selbst' gefährdet sehen.


Diese Gefahr besteht vor allem in dysfunktionalen Familien. In einer Familie, in der ein oder mehrere Mitglieder alkoholabhängig sind, was zu starken Beeinträchtigung des guten Miteinanders führt, kommt man auf jedes andere Problem zu sprechen, nur nicht auf den übermäßigen Alkoholkonsum der betroffenen Person. (Ich weiß das, denn ich bin in so einer Familie aufgewachsen.) Obwohl man die Probleme klar sieht, wird einem trotzdem ständig suggeriert: Deine Wahrnehmung ist falsch, das Problem muss bei Dir liegen. So entstehen die verschiedenen krankhaften Rollenverteilungen, und hier ist das Selbst tatsächlich geschädigt.


Ok, unter diesem Aspekt hast du natürlich Recht. Ein Mensch, und Kinder sind besonders anfällig, kann nachhaltig in vielen Bereichen seiner Persönlichkeit geschädigt werden. Es ist ein Problem der Ausübung von Gewalt, nicht unbedingt in körperlicher Form, sondern die subtile Form der psychischen Gewalt, die ein unglaublich zerstörerisches Potential besitzt.


Ebenso verhält es sich mit der fortdauernden Kollektivschuld und der Abwertung der deutschen Bevölkerung. Dem Deutschen wird ständig suggeriert, dass er ein charakterliches Schwein sei, dadurch, dass die Deutsche Geschichte auf gerade mal 12 Jahre Holocaust und Krieg reduziert wird. Aufgrund dieser Geschichte wird jeder Versuch, eine andere Meinung als der Mainstream zu äußern, als charakterlicher Makel dargestellt und man bekommt das-böse-Nazi-Stigma. Der Deutsche traut daher seinen Gefühlen nicht mehr und lässt alles mit sich machen. Das ist das Problem des Volkes.


Solche Manipulation funktionieren auch für ein Kollektiv. Das muß erkannt und benannt werden, um dann bewußt gegensteuern zu können.



Genauso verhält es sich in der Kirche. Wer nicht bereit ist, bestimmte Kompromisse einzugehen und die Dinge beim Namen nennt, der muss sich mit der Brandmarkung "Lieblosigkeit" und "Gesetzlichkeit" zufrieden geben. Oder er wird gar als "engstirniger Fundamentalist" bezeichnet. Auch hier wird die eigene Wahrnehmung massiv beeinträchtigt, indem gesagt wird, die eigenen Gefühle seien böse.


Ja, ich kenne Leute, die mußten ihre Gemeinde verlassen und wurden sozusagen geächtet. Auch eine Form von psychischer Gewalt, wenn man von Menschen ignoriert wird.
Eine Art Isolations-Methodik, die gerne von narzißtisch veranlagten Persönlichkeiten angewendet wird, um zu bestrafen. Die Brandmarkungen haben sich geändert, die Methoden nicht, aber immerhin die Bedeutung von 'Lieblosigkeit' und 'Gesetzlichkeit' kann man durchaus mit den Vorwürfen der Ketzerei und Häresie vergleichen, für die man früher auch mal auf dem Scheiterhaufen endete.



Alles, was ich damit sagen will, ist, dass wir mit einer ständigen Selbst- und Fremdbeobachtung nur uns selber schaden. Irgendwann wird sich die Seele dafür rächen. Ich weiß das, denn ich erlebe es Tag für Tag.


Was schlägst du also vor?

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