Sie sind nicht angemeldet.

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: endzeit-forum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

1

Freitag, 11. Dezember 2015, 17:12

Die Hebrew Roots Lehren

Teil1:

Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut, so lautet ein altes Sprichwort. In der Theologie ist das ähnlich. Durch die Geschichte hindurch zeigte sich, dass gute Ideen sich im Nachhinein als schlecht herausstellten. Die Hebrew Roots Bewegung ist eine davon. Bei der HRB und der Judaisierung des christlichen Glaubens, geht man davon aus, dass dem christlichen Glauben, wie wir ihn seit 2000 Jahren haben, etwas Entscheidendes fehlt: Die jüdische Kultur und die alttestamentlichen Gebote. Es wird durch diese Bewegung massiv versucht, dem christlichen Glauben einen jüdisch hebräischen Anstrich zu geben, und damit entsteht der Anspruch, das volle, ursprüngliche Evangelium zu predigen. Es gibt auf YouTube diverse Videomacher, die diese Lehre aktiv vorantreiben. Sie machen teilweise sehr gute Videos, die auch besonders anerkannt werden müssen, aber sie predigen auch einen gewaltigen Irrtum. So predigen sie das alttestamentliche Sabbatgebot, Speisegebote und Lehren, die auf alttestamentlichen Aussagen beruhen. Aus Jesus wird „Yeshua“, aus Friede wird „Shalom“, viele jüdische Begriffe werden in die Videos aufgenommen, und Judentum wird mit Christentum vermischt. Laut neuster Aussage eines Videomachers, soll sogar unsere Bibelübersetzung falsch übersetzt worden sein, weil die Übersetzer falsche Absichten gehabt haben sollen. Diese Behauptung wird von ihm aufgestellt, damit er die alttestamentlichen Speisegebote in die christliche Lehre mit einbauen kann. Ein anderer stellt sogar die Behauptung auf, dass das Christentum viele Jahrhunderte lang die falsche Lehre gehabt hätte, indem er erklärt, dass die Lehre von Trinität falsch sei und dass es keine ewige Hölle gebe. Die Verwirrung wird immer größer; gleichzeitig scharen diese YouTuber immer mehr Anhänger um sich, die mit in diese Lehren hineingerissen werden.

Doch wie sollten wir diese Lehren beurteilen? Haben die Apostel tatsächlich Speisegebote, Sabbatgebote und Festtage, die im Judentum stattfanden, den Christen befohlen? Fehlt dem christlichen Glauben, wie wir ihn seit 2000 Jahren kennen, die jüdische Identität?

Als erster Anhaltspunkt dient uns zuerst einmal der Galaterbrief. Der Heidenapostel Paulus, der im Gegensatz zu den anderen zwölf Aposteln, die für Israel zuständig waren, der Apostel der Nichtjuden war und im römischen Reich aktiv Gemeinden gründete und das Evangelium predigte, geht in diese Brief sehr scharf gegen Judaisierer vor, die in die Gemeinde eingedrungen waren. Diese Judaisierer gingen ähnlich wie die heutigen Vertreter der Hebrew Roots Lehre vor. Sie sagten sinngemäß: „Es ist ja schön und recht, dass ihr Galater an Jesus Christus glaubt. Um jedoch Gott voll und ganz zu gefallen, müsst ihr Euch beschneiden lassen und das Gesetz des Mose halten. Ihr braucht eine jüdische, hebräische Identität!“ Die Antwort des Apostels Paulus an diese falschen Arbeiter und die von ihnen beeinflussten Galater war:

Gal 5,2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden laßt, wird euch Christus nichts nützen.

Wer die Argumente des Paulus gegen eine Judaisierung des christlichen Glaubens nachlesen will, der sollte zuerst einmal den Galaterbrief lesen.

Schon in der Apostelgeschichte 15 wird uns folgende Begebenheit geschildert:

Die Beratung in Jerusalem über das Verhältnis zu den Heidenchristen

1 Und aus Judäa kamen einige herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauch Moses beschneiden laßt, so könnt ihr nicht gerettet werden! 2 Da nun Zwiespalt aufkam und Paulus und Barnabas eine nicht geringe Auseinandersetzung mit ihnen hatten, bestimmten sie, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufziehen sollten. 3 So durchzogen sie nun als Abgeordnete der Gemeinde Phönizien und Samaria, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzählten und allen Brüdern große Freude bereiteten. 4 Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten alles, was Gott mit ihnen gewirkt hatte. 5 Aber einige von der Richtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren, standen auf und sprachen: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten! 6 Da kamen die Apostel und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen. 7 Nachdem aber eine große Auseinandersetzung stattgefunden hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Männer und Brüder, ihr wißt, daß Gott lange vor diesen Tagen mitten unter uns die Heiden erwählt hat, daß sie durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten. 8 Und Gott, der die Herzen kennt, legte für sie Zeugnis ab, indem er ihnen den Heiligen Geist gab gleichwie uns; 9 und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hatte. 10 Weshalb versucht ihr denn jetzt Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten? 11 Vielmehr glauben wir, daß wir durch die Gnade des Herrn Jesus Christus gerettet werden, auf gleiche Weise wie jene. 12 Da schwieg die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wieviele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte. 13 Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, ergriff Jakobus das Wort und sagte: Ihr Männer und Brüder, hört mir zu! 14 Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen. 15 Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: 16 »Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten, 17 damit die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der all dies tut.«1 18 Gott sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt. 19 Darum urteile ich, daß man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll, 20 sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten2 und vom Blut zu enthalten. 21 Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.

Das Schreiben an die Gemeinden

22 Daraufhin beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas mit dem Beinamen Barsabas und Silas, führende Männer unter den Brüdern. 23 Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben: Die Apostel und die Ältesten und die Brüder entbieten den Brüdern in Antiochia und in Syrien und Cilicien, die aus den Heiden sind, ihren Gruß! 24 Da wir gehört haben, daß etliche, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, indem sie sagen, man müsse sich beschneiden lassen und das Gesetz halten, ohne daß wir sie dazu beauftragt hätten, 25 so haben wir, die wir einmütig versammelt waren, beschlossen, Männer zu erwählen und zu euch zu senden mit unseren geliebten Barnabas und Paulus, 26 Männern, die ihr Leben3 hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus. 27 Wir haben deshalb Judas und Silas gesandt, die euch mündlich dasselbe verkündigen sollen. 28 Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, 29 daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl! 30 So wurden sie nun verabschiedet und gingen nach Antiochia, und sie versammelten die Menge und übergaben das Schreiben. 31 Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich über den Trost. 32 Und Judas und Silas, die selbst auch Propheten waren, ermahnten die Brüder mit vielen Worten und stärkten sie. 33 Und nachdem sie einige Zeit dort zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden zu den Aposteln zurückgesandt. 34 Silas aber beschloß, dort zu bleiben. 35 Paulus und Barnabas hielten sich aber in Antiochia auf und lehrten und verkündigten zusammen mit noch vielen anderen das Wort des Herrn.


Als die Apostel die Stellung der Heidenchristen zum Gesetz des Mose untersuchten, kamen sie zu dem Schluss, dass den Heidenchristen kein großes „Joch“ – gemeint ist die Beschneidung und das Gesetz des Mose, auferlegt werden sollte, – weil, wie Petrus beschrieb, selbst die Juden dieses Joch nicht tragen hatten können (Apg 15,10). Das Gesetz des Mose und die Beschneidung zu halten, war für die Gläubigen aus den Nationen nicht notwendig, sondern sie sollten sich von „Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht“ fernhalten. Hier wurde nicht befohlen, dass die Christen den Sabbat halten sollten, noch dass sie reine und unreine Tiere unterscheiden sollten, es wurden keine Speisegebote gefordert, jedoch wurde den Christen verboten, tierisches Blut als Nahrung benutzen (Blutwurst scheidet also für Christen aus!). Auch ein ersticktes Tier sollte nicht gegessen werden. Es wurde hierin auch nicht gesagt, dass die Christen am Tempeldienst in Israel oder an den jüdischen Festen und Neumonden teilnehmen müssten. Noch dass sie die jüdischen Traditionen halten sollten.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

2

Freitag, 11. Dezember 2015, 17:14

Teil 2

Wenn wir die Briefe der Apostel lesen, denn Christen sind nicht an das Gesetz des Mose gebunden, sondern an die Lehre der Apostel (1Joh 4,6), dann finden wir ganzen Neuen Testament keinen einzigen Befehl, den Sabbat zu halten. Wir finden auch keinen einzigen Befehl, zwischen reinen und unreinen Tieren als Nahrung zu unterscheiden. Sogar das Essen von Götzenopferfleisch wird von unserem Heidenapostel Paulus genehmigt (1Kor 10,27), mit der Einschränkung, dadurch keinen Bruder zu verunsichern oder gar zu Fall zu bringen (1Kor 8,13):

1Kor 10,25 25 Alles, was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das eßt, ohne um des Gewissens willen nachzuforschen;

Wenn Paulus sagt, dass man alles (sic!), was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, essen darf – das schließt auch aus jüdischer Sicht unreine Tiere mit ein, denn die Heiden in Korinth unterschieden nicht zwischen reinen und unreinen Tieren wie die Juden – dann meint er es auch so. D. h. auf uns übertragen: alles an Fleisch (kein Blut), welches in der Metzgerei oder dem Supermarkt angeboten wird, darf auch gegessen werden.

Wir finden außerdem an keiner einzigen Stelle in den Briefen der Apostel die Aufforderung oder den Befehl an Christen, den Sabbat nach jüdischer Weise zu halten. (Ich biete jedem, der das Gegenteil behauptet, hier an, mir eine eindeutige Stelle zu zeigen, wo das der Fall ist.) Wiederholt sage ich: Für Christen ist nicht das Gesetz von Sinai verbindlich, sondern die Lehre der Apostel. Selbst die ersten Judenchristen hielten sich an die Lehre der Apostel:

Apg 2,42 Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.

Stattdessen sagte Paulus zu den Kolossern:

Kol 2,16 So laßt euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, 17 die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat.

Und zu den Römern:

Röm 14,5 Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich; jeder sei seiner Meinung gewiß!


Bis auf wenige Sekten und spezielle Gruppierungen wurde in der Christenheit nicht der Sabbat gefeiert, sondern der Gottesdienst und Ruhetag war der Sonntag. In der 2000jährigen Kirchengeschichte wurde das vom größten Teil der Christen so gehandhabt. Ich frage die Judaisierer: Haben unsere christlichen Väter nicht richtig gelebt? Haben sie Gott Schande bereitet, weil sie den Sabbat nach jüdischer Form mit allen Ritualen und Richtlinien nicht befolgten? Es scheint mir manchmal, als würden diese Lehrer, die angeblich etwas Neues bringen wollen, 2000 Jahre Kirchengeschichte mit einer Hand vom Tisch wischen wollen. Haben ein Spurgeon, ein Luther, ein Hudson Taylor und die vielen anderen Märtyrer und Christen während 2000 Jahren alles falsch verstanden und nicht richtig vor Gott gelebt, weil sie keinen Sabbat gehalten und vielleicht Schweinefleisch gegessen haben? Waren das alles Narren? Und wenn sie zu Jesus Christus „Jesus“ und nicht „Yeshua“ sagten, waren sie darum weniger geistlich? Sorry, aber im griechischen Grundtext der Bibel steht im Neuen Testament nicht „Yeshua Hamashiach“, sondern „Ἰησοῦς Χριστός – Iēsous Christos“. „ Iēsous steht da, Jesus!“ Ist etwa die hebräische Sprache heiliger als die anderen heidnischen Sprachen? Waren Luther und seine Anhänger ungeistlich, weil sie in deutscher Sprache statt in hebräischer sprachen und schrieben? Ist eine ältere Christin aus Deutschland, die die Lutherübersetzung liest und die nicht über eine fundamentales Bibelstudium über Jahre verfügt, sondern in einfacher Art und Weise an das Wort Jesu glaubt, weniger wert als ein messianischer Jude, der die Bibel im Original versteht und dazu noch griechisch kann? Solche Fragen kommen bei mir auf, wenn ich diese Videos sehe. Sind wir Narren, weil wir das Erntedankfest bei uns feiern und nicht das Laubhüttenfest in Israel?
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

3

Freitag, 11. Dezember 2015, 17:16

Teil 3

Anbei noch einige Vorträge, die Licht in diese Fragen bringen, von Dr. Roger Liebi, der zwar ein Israelfreund aber kein Judaisierer ist:



Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=-B4p7IfoqHE



Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=5s3uL2PElpA



Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=7QpqOxp7pjE
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

4

Freitag, 11. Dezember 2015, 19:29

Hallo Tom - Danke dafür! Ich hätte da auch noch ein kleines Beispiel, ganz aktuell:

Da lese ich kürzlich auf der Gästebuch-Seite von Roger Liebi eine Frage einer Schwester bezüglich des Weihnachtsfestes und ob Gläubige das überhaupt feiern sollten. Da ihre E-Mail-Adresse angegeben war, kontaktierte ich sie und erklärte ihr kurz, wie wir das so handhaben seit Alexander Hislops Buch über Babylon und wegen Galater 4,10. - Und was antwortet sie mir kurz darauf?

Sie empfiehlt mir wiederum einen Vortrag auf sermon-online von einem David Jaffin, den ihr ein Bruder genannt hatte und der von der Übereinstimmung von Weihnachten mit dem jüdischen Chanukkafesthandelt. Und seither würde sie - sinngemäß - umso mehr an Weihnachten festhalten!

Daran erkenne ich zwei Dinge:

1.) Der unverkennbar "galatische" Einfluss dieser neuen Hebrew-Roots-Bewegung und
2.) das offenbar ungeheuer große Bedürfnis, an einer erkennbar heidnischen Tradition festzuhalten, weil sie das Fleisch und die Gefühle so befriedigt und "so schön" ist, wofür man auch innerhalb der Gemeinde Gottes jegliche Rechtfertigung sucht, die auch nur irgend einen Fetzen mit der Bibel zu tun hat. Damit man eben mit diesen "schönen" Traditionen nicht zu brechen braucht.

Bei den "Evangelischen" kommt wahrscheinlich noch die Tatsache dazu, dass ja der Reformator Martin Luther von vornherein zunächst gar nicht mit der rk Kirche brechen wollte und sich schon deshalb zahlreiche Traditionen aus dieser erhalten haben, von der Liturgie bis zur Kindertaufe. Das sind halt auch "jüdische Elemente", wenn man es geistlich betrachtet.

Einen schönen Abend noch!
:..engel1..:
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

5

Freitag, 11. Dezember 2015, 19:42

Meiner Meinung nach sollte man kein Gebot oder Verbot draus machen. Wer Weihnachten feiern will, der kann das von mir aus gerne tun. Ich werde nicht schreien: "Das ist ein heidnisches Fest, lass das sein!" Ich weiß jedoch auch, dass dieses Fest heute nichts mehr mit der Geburt von Jesus Christus zu tun hat, sondern nur noch als eine leere Tradition besteht, bei der man sich gegenseitig beschenkt und danach besäuft. Weihnachten sollte einfach nicht überbewertet werden, und Gott hat uns auch nicht aufgetragen, die Geburt Seines Sohnes zu feiern. Christen sollten sich lieber auf die Wiederkunft des Herrn vorbereiten, statt seinen Geburtstag zu feiern, der höchstwahrscheinlich nicht an diesem Tag war. Weihnachten? Einfach nicht überbewerten! Als Fest im Dezember mit Familie und Freunden ganz schön, aber geistlich gesehen nicht unbedingt wichtig.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

6

Freitag, 11. Dezember 2015, 19:50

Meiner Meinung nach sollte man kein Gebot oder Verbot draus machen. Wer Weihnachten feiern will, der kann das von mir aus gerne tun. Ich werde nicht schreien: "Das ist ein heidnisches Fest, lass das sein!"

Hallo Tom, nein das tue ich ja auch nicht, vielleicht missverständlich von mir. Ich kenne auch Römer 14,5 und verurteile niemanden deshalb. Kürzlich hörte ich eine sehr schöne Predigt zum Advent von Bruder Latzel, der daran erinnerte, dass der Advent von jeher eigentlich eine Buß-Zeit ist. Was ja auch niemand mehr beachtet.

Aber ich fand es doch sehr interessant in diesem Zusammenhang, dass jetzt so eine Beziehung zu einem jüdischen Fest hergestellt wird, die zu dieser "Judaisierung" recht gut passt. Vor etlichen Jahren wäre das wohl noch niemandem eingefallen.

Doch Du siehst: Auch hier gibt es "nichts Neues unter der Sonne"!
:hey:
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

7

Freitag, 11. Dezember 2015, 19:54

Ok, verstanden. Nur manche tun das und setzen das Feiern des Weihnachtsfestes mit Götzendienst gleich. U. a. auch Infokrieger MCM.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

8

Samstag, 12. Dezember 2015, 19:47

Nur manche tun das und setzen das Feiern des Weihnachtsfestes mit Götzendienst gleich. U. a. auch Infokrieger MCM.

Lieber Tom, das ist auch korrekt so. Niemand aus der Urgemeinde wäre auf die Idee gekommen, Weihnachten oder Ostern zu feiern. Diese Feste kamen mit Kaiser Konstantin schleichend durch die römischen Traditionen in die Gemeinde.

Will sich jemand wirklich streng an Gottes Wort halten, müsste er damit aufhören, diese Feste zu feiern. Ich maße mir nur nicht an, darüber zu urteilen. Das tut schon die Bibel. Aber ich kann mir persönlich nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, wenn ein Christ diese rein weltlichen und heidnischen Feste mit reinem Herzen und aus unverfälschtem Glauben tatsächlich "zur Ehre Gottes" feiern will. Ich persönlich kann das nicht. Ich kann mich nicht zu einer Zeit, zu der Christus schon historisch gar nicht geboren sein kann, mit unerlösten Namenschristen in einer Kirche versammeln und "Gottesdienst" spielen. Das ist für mich unvorstellbar, wie das praktisch gehen soll, ohne dass ich mich dabei miserabel fühle. Und selbst wenn es Gläubige sind, mit denen ich mich versammle, so bleibt immer noch die praktische Nähe zu den heidnischen Traditionen der Welt, die mich zu dieser Zeit ständig umgeben. Also mir persönlich - ohne dass ich jemanden dafür kritisieren will, wohlgemerkt! - kommt das frommer Heuchelei schon sehr nahe. Ich kann doch meinen Erlöser auf diese Weise nicht wirklich ehren und in Geist und Wahrheit anbeten. Und ich WILL es auch nicht. Ich ziehe mich da völlig raus, "außerhalb des Lagers" - und zwar JEGLICHEN Lagers (Hebräer 13,8 ). An diesem Ort, nämlich außerhalb, geht es mir persönlich deutlich besser, seit ich mich/wir uns zu einer völligen Trennung von der Welt auch zu dieser Zeit entschieden haben.

Folgendes Zitat aus dem Büchlein "Christus in euch" von W. I. Thomas(S. 77) möchte ich noch zum Thema Saul und Amalek anfügen. Amalek ist in der Bibel ein Sinnbild für das 'Fleisch' und fleischliches Handeln, das ja bekanntlich immer gegen den Geist streitet (und da wären wir wieder beim Galaterbrief, Kap 5, V.17!). Ich denke, das trifft den Punkt mit den "schönen (kirchlichen) Traditionen" ganz gut:

Als Saul mit der Aufgabe betraut wurde, warnte ihn Samuel ernstlich,
daß, wenn er dazu bestimmt war, der irdische Vertreter des
wahren, himmlischen Königs über Israel zu sein, er Gottes Wege
kennen, Seinen Willen tun und Seine Gerichte ausführen müsse.
Das allererste, das Gott dem König Saul zu sagen hatte, war folgendes:
«Ich will ahnden, was Amalek an Israel getan hat, indem
es ihm in den Weg trat, als es aus Ägypten heraufzog. So ziehe nun
hin und schlage Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und
allem, was er hat; schone seiner nicht, sondern töte Männer und
Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und
Esel» (1. Sam. 15,2-3).
Gott war im Krieg gegen Amalek von Generation zu Generation.
Es war nichts Gutes an Amalek! Es gab absolut nichts an Amalek,
was von irgendeinem Nutzen sein konnte! In Amalek war nichts,
was Gottes Wohlgefallen finden konnte. Das war Gottes Urteil,
Gottes Wille und Gottes Gericht über Amalek.
Aber Saul hatte vergessen, sich zu erinnern.
Obwohl er die Amalekiter schlug, nahm Saul«.. . Agag, den Kö-
nig von Amalek, einen König aus Edom, den Gott verurteilt hatte,
lebendig gefangen». Das ganze Volk tötete er mit der Schärfe des
Schwertes. «Doch schonten Saul und seine Leute den Agag und die
besten Schafe und Rinder, die fetten Tiere und die Lämmer und
alles, was wertvoll war» (1. Sam. 15,9). Sie verschonten alles das,
was gut war von dem, was Gott in der Gesamtheit als Schlechtes
verdammt hatte. «.. . und wollten an ihnen den Bann nicht vollstrecken
; alle wertlose und geringe Ware aber verbannten sie.» Saul
maßt sich an, etwas Gutes in dem zu finden, was Gott verdammt
hatte. Das war Sauls Sünde. Er verschonte das Beste, von dem was Gott haßte!


So ist das dann auch mit Weihnachten, wenn man nicht die gesamte Tradition an sich mit römischem Tannenbaum, Geschäft und Geschenken "mit dem Bann belegt" sondern sich dann die Elemente Jesus, Maria und Josef daraus zurück behält, weil es hier doch um Gott und die Bibel geht und man die Kerzen und den Schmuck so schön findet und glaubt, Gott müsse doch sicher Gefallen daran haben, wenn man Seinen Namen dabei nennt und Ihm für die Geschenke unter dem Baum dankt. HAT ER NICHT.

Aber: Wie ein Christ das nun handhaben will, muss er ja vor Gott selbst verantworten. Ich sag mal nur, wie's ist, wenn man Ihm in diesem Punkt (auch) gehorchen will.

Viele Grüße! :hey:
Signatur von »Annabel66« MARANATHA!

Denn suche ich jetzt Menschen zufrieden zu stellen oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Sklave nicht. (Gal 1,10) // ...sondern so, wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1. Thess 2,4)

Tom_Admin

Administrator

  • »Tom_Admin« ist männlich
  • »Tom_Admin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 736

Wohnort: Unterroth

Beruf: Rebell

  • Nachricht senden

9

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 19:25

Also ich selber feiere Weihnachten einfach als ein Fest, bei dem man sich zur Zeit der Wintersonnenwende trifft, sich gegenseitig beschenkt, leckere Sachen isst und einfach Spaß zusammen hat. Geistlich gesehen feiere ich es nicht, ich feiere keinen Geburtstag oder Feiertag, sondern einfach ein Familienfest mit Freunden, bei dem ich allerdings christliche Bücher verschenke. :..verliebt2..: Denke jetzt nicht, dass Gott mich deswegen mit einem Blitz erschlägt. :whistling:
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
•Tom_Admins Ebooks kann man hier kaufen•

Werbung © CodeDev