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Samstag, 18. März 2017, 19:34

Jüngerschaft oder nur oberflächliche Bekennerschaft?

Fast wie vor Ehrfurcht erstarrt, lagen die Jünger in anbetender Haltung auf dem Boden, als ihnen der Auferstandene gegenüberstand und ihnen den Missionsbefehl gab, indem ER sprach: „Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe!“ (Mt 28,19-20).

Das ist wahrlich ein gewaltiger Befehl, doch worauf gründet er sich? Nun zweifelsfrei auf den, der ihn erteilt hat, doch worauf ich hinauswill, ist das Wort „Darum“. Denn dieses „Darum“ führt unweigerlich zu einem „Warum?“, und somit zur Frage: Warum sollten die Jünger diesen Befehl ausführen oder besser gesagt, was versetzte sie überhaupt in die Lage, diesen gewaltigen Auftrag in die Tat umzusetzen? Wir finden die Antwort, wenn wir uns fragen, worauf sich dieses „Darum“, bezieht. Logischerweise muss es sich auf etwas beziehen, das Jesus unmittelbar zuvor gesagt hat, doch was waren das für Worte? Welche Aussage hat ER dem Missionsbefehl vorangestellt? Sagte ER etwa: „Weil ihr nicht nur hochgebildet, intellektuell und sehr redegewandt seid, und es in euren Reihen Männer gibt, die mit den neuesten Marketingmethoden vertraut sind, und weil ihr zudem sehr kreativ seid und genau wisst, wie man Menschenmassen begeistern kann, darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.“

Waren das Seine Worte? War es das, was die Jünger dazu in die Lage versetzen sollte, diese gewaltige Aufgabe umzusetzen? Schaut man sich die modernen Evangelisationsmethoden und Gemeindewachstumskonzepte unsere Tage so an, könnte man stark vermuten, Jesus hätte etwas Derartiges gesagt, doch dies ist natürlich weitgefehlt. Das waren gewiss nicht Seine Worte, denn was ER sagte war folgendes: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt!“ (Mt 28,18-20).

Obwohl der Missionsbefehl hinreichend bekannt ist, macht gerade der fehlgeleitete missionarische Eifer unserer Tage deutlich, dass man diesen Befehl völlig unterschätzt, indem man einfach davon ausgeht, dass die Aufgabe, die Jesus hier gestellt hat, im Bereich unserer menschlichen Möglichkeiten sei. Wer die richtigen Tricks und Kniffe kennt, der kann die Menschenmassen zu Jesus führen, so der Trugschluss. Bereits vor Jahrzehnten bemerkte Martyn Lloyd-Jones: Die Heilige Schrift sagt uns nicht nur eindeutig, dass wir das Evangelium, die wahre Botschaft verkündigen sollen; sie sagt uns auch, wie wir das zu tun haben. Sie sagt uns, dass wir das nüchtern und feierlich tun sollen, „in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern“, nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft“ (1.Kor 2,3-4). Aber heute werden evangelistische Methoden, die in einem schreienden Gegensatz zu dem obigen Wort stehen, mit dem Ergebnis gerechtfertigt, „Sieh dir die Ergebnisse an“, sagt man uns… Ist das noch Glauben an die Heilige Schrift? Nehmen wir da noch die Schrift als die letztgültige Norm? Wiederholen wir da nicht den alten Fehler des Saul, der sagte: „Ja, das ist schon richtig; ich dachte aber, das auf diese Weise zu tun“? Er versuchte, seinen Ungehorsam, durch gute Ergebnisse zu rechtfertigen.*

An dieser Feststellung hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil, man ist mittlerweile noch viel weiter vom biblischen Kurs abgerückt, als es im Jahre 1959 der Fall war, denn in diesem Jahr erschien das Buch, aus dem ich eben zitiert habe, in der englischen Originalausgabe. Doch wie konnte es dazu kommen, warum hält man sich nicht mehr an die Anweisungen der Heiligen Schrift, sondern redet sich ein, mit menschlichen Methoden mehr erreichen zu können, als mit der schlichten Botschaft des Evangeliums? Offensichtlich weil man übersehen hat, dass Jesus zu aller erst die Aufmerksamkeit auf Seine eigene Macht gelenkt hat. Denn wenn ER direkt vor dem Missionsbefehl sagt, dass IHM alle Macht gegeben ist, auf wessen Macht sollen wir dann bei unseren Evangelisationsbemühungen hoffen? Auf unsere eigene, in Form unserer menschlichen Möglichkeiten, oder auf Seine Macht? Die Antwort liegt auf der Hand, auf Seine Macht natürlich. Doch wo finden wir diese Macht, wir finden sie in Seinem Wort, Sein Wort ist der gute Same, den es bei der Verkündigung des Evangeliums auszustreuen gilt (vgl. Lk 8,11). Es ist dieses Wort, durch das auch wir, als wir gläubig wurden, wiedergeboren wurden. So wie es Petrus schreibt: Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt (1.Petr 1,23).

Da Satan gegen dieses lebendige Wort nichts auszurichten vermag, verfolgt er eine ganz andere Strategie, und diese besteht darin, den Gläubigen einzureden, dass man Ungläubigen das Wort Gottes nicht zumuten könne. Zumindest nicht ungefiltert, sondern wenn überhaupt, nur selektiv, indem man hier und da, mal einen halben, leichtverdaulichen Bibelvers herauspickt. Ansonsten könnte es ja jemanden verletzen oder womöglich noch dazu führen, dass das Wort den Zuhörern durchs Herz geht. Nicht das sich noch jemand schuldig fühlt, es sollen sich doch immer alle wohlfühlen, denn Harmonie geht in unseren Tagen über alles. Also setzt das moderne Christentum auf Psychotricks und Unterhaltungselemente, um Gottesdienste so zu gestalten, dass sich auch Weltmenschen wohlfühlen können.
Doch wie gesehen, Jesus sagte, beim Missionsbefehl: „Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe!“ Heute hingegen sagt man, alles können wir den Menschen nicht zumuten, wir müssen behutsam und vorsichtig auf die Leute zugegen, nicht dass am Ende noch Leute sagen werden, unsere Rede sei zu hart, nicht dass sich welche abwenden. Jesus hat dies in Kauf genommen. „Diese Rede ist hart. Wer kann sie hören?“, lesen wir in Johannes 6,60, wo berichtet wird, dass sich viele über Seine Worte geärgert hatten. Doch was machte Jesus, hat ER sich etwa entschuldigt? Sprach ER etwa: „Tut mir leid, da habt ihr mich offensichtlich missverstanden!“? Nein, ER hat dem ganzen noch eins draufgesetzt, indem ER sprach: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; aber es sind einige unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer es war, der ihn überliefern würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, dass niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben (Joh 6,63-65).

Und was war das Ende vom Lied, war es Jesus damit etwa gelungen, die Erwartungen Seiner Zuhörer zu erfüllen? Keineswegs, Vers 66 sagt: Von da an gingen viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm. Doch offensichtlich war es auch nicht Sein Ziel, ihre Erwartungen zu erfüllen. Vielmehr bestand Sein Auftrag, wie ER es selbst gegenüber Pilatus bezeugt hat, darin, die Wahrheit zu bezeugen. „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme!“ (Joh 18,37). Jesus ging es nicht um eine oberflächliche Massenbekennerschaft, sondern um echte Jüngerschaft. ER wusste, dass alles, was IHM der Vater geben wird, zu IHM kommen würde (vgl. Joh 6,37), IHM war klar, dass jeder, der aus der Wahrheit ist, Seine Stimme hören wird. Darum hat ER die Wahrheit niemals abgeschwächt oder verdreht. Sein Ansatz bestand nicht darin, die Bedingungen für die Nachfolge so niedrig wie möglich anzusetzen, damit sich möglichst viele dafür begeistern lassen, sondern im Gegenteil, ER sprach: „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert!“ (Mt 10,38 ).

Wie weit ist doch das, was in unserer Generation vielfach als Evangelium präsentiert wird, von diesem Anspruch des HERRN entfernt? Während die moderne Verkündigung voll und ganz auf die Wünsche des Menschen abzielt und so den Eindruck vermittelt, es ginge beim christlichen Glauben um Selbstverwirklichung, sprach Jesus unwiderlegbar von Selbstverleugnung. Machen wir uns also bewusst: Der Weg der Nachfolge, ist nicht der Weg der Selbstverwirklichung, sondern der Weg der Selbstverleugnung. Es geht auch nicht um Selbstbestimmung, sondern um Unterordnung, unter den offenbarten Willen Gottes. Jünger sind nicht jene, die dem HERRN vorausseilen, sondern jene, die IHM nachfolgen. Und dieses Nachfolgen zeigt sich im Gehorsam gegenüber Seinem Wort....

Wer Interesse hat, den kompletten Beitrag zu lesen findet ihn unter: Evangeliums-Botschaft.de und zwar beim Thema "Ihr werdet meine Zeugen sein"
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Montag, 20. März 2017, 10:07

Sehr gute Ausführung, Karl-Heinz!

Am besten ausdrucken und ans Board heften, damit man es verinnerlicht.

Zitat

Sein Ansatz bestand nicht darin, die Bedingungen für die Nachfolge so niedrig wie möglich anzusetzen, damit sich möglichst viele dafür begeistern lassen, sondern im Gegenteil, ER sprach: „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert!“ (Mt 10,38).


Immer wieder hört man von Gläubigen, dass eine Notwendigkeit nach einem stromlinienförmigen Evangelium nötig sei. So wird es zwar nicht ausgedrückt, die Bedeutung mancher Aussagen liegt aber genau auf dieser Ebene, indem Anpassung gefordert wird, weil sonst die Glaubwürdigkeit verloren ginge.
Oft fällt es mir auch bei Diskussionen über die Schöpfungswoche auf, wo die Anpassung an sog. 'wissenschaftliche Fakten' Einzug in den Glauben gehalten hat und damit begründet wird, dass ein wortwörtlicher Sinn der Schöpfung, Menschen davon abhalten würde an Gott zu glauben.
Dies wird sogar häufig als massiver Vorwurf gegenüber Kreationisten angeführt, um sie, mit der Anschuldigung der Unmöglichkeit des Glaubens an einen Literalsinn der Genesis, ins Abseits stellen zu können.

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Samstag, 1. April 2017, 19:37

Immer wieder hört man von Gläubigen, dass eine Notwendigkeit nach einem stromlinienförmigen Evangelium nötig sei. So wird es zwar nicht ausgedrückt, die Bedeutung mancher Aussagen liegt aber genau auf dieser Ebene, indem Anpassung gefordert wird, weil sonst die Glaubwürdigkeit verloren ginge.


Danke für Deinen Kommentar Krayopse, Du hast Recht, das Christentum unserer Tage ist in einem sehr traurigen Zustand. Während die Schrift in Römer 12,2 unmissverständlich lehrt: "Seid nicht gleichförmig dieser Welt", hält man Anpassung heute für das geeignete Mittel, um die Welt zu gewinnen. Dass dieser Schuss gewaltig nach hinten losging, kann man am Zustand der Kirche sehen, wäre aber auch schon früher absehbar gewesen, sofern man auf das Wort Gottes gehört hätte oder sich ein klein wenig mit der Kirchengeschichte befasst hätte.

In unseren Tagen ist eben sehr viel mehr Schein als sein, doch wer Anpassung lehrt, hat offensichtlich übersehen, dass Jesus in der Bergpredigt sagte: "Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden".
Ein Christentum das in der Welt untertauchen will, gemäß der Divise, nur nicht auffallen, immer schön mit der Zeit gehen, sollte sich bewusst machen, wozu fades Salz, laut der Lehre des HERRN, gut ist. "Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden!".
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

http://www.evangeliums-botschaft.de




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Samstag, 1. April 2017, 22:59

Lieber Karl-Heinz!

Danke Dir für Deine deutliche Worte! Erst jetzt kam ich dazu die ganzen Artikel zu lesen, und finde es sehr wichtig die Problematik anzusprechen. Ja, Jesus radikale Botschaft wird an vielen Orten zu einer Art „Wellness kur“ erniedrigt. Jesus ist Sieger, er hat alle Macht im Himmel und auf Erden! Warum bestrebt man aber den Menschen mehr zu gefallen mehr, als unsere Erlöser zu gehorchen? Mir fielen Paulus Worte ein:

Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich nicht Christi Knecht.
Gal 1,10

Oft bekomme ich Rundbriefe, wo sehr wichtig erscheint die Statistik anzuzeigen. Möglich, dass sie dadurch natürlich mehr Spenden erhalten. Jesus interessiert die Statistik überhaupt nicht! Er schaut nicht an die Zahlen, Er schaut in das Menschenherz hinein!
Gottes Wahrheit war noch nie besonders beliebt, dennoch wenn jemand durch Jesus die radikale Veränderung, Neugeburt erlebt hat, der will nicht mehr zurück! Es gibt keinem anderen Weg, als gehorsam mit Jesus zu gehen, den alle Macht wurde Ihn gegeben von Gott!

Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verdammt, so haben wir Freimütigkeit zu Gott; 22 und was wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. 23 Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und einander lieben, nach dem Gebot, das er uns gegeben hat. 24 Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und daran erkennen wir, daß Er in uns bleibt: an dem Geiste, den er uns gegeben hat.
1Joh 3,21-24
Signatur von »Liora« Lehre mich tun dein Wohlgefallen! denn du bist mein Gott; dein guter Geist leite mich in ebenem Lande!
Psalm 143,10

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Donnerstag, 6. April 2017, 20:55

Danke Dir für Deine deutliche Worte! Erst jetzt kam ich dazu die ganzen Artikel zu lesen, und finde es sehr wichtig die Problematik anzusprechen. Ja, Jesus radikale Botschaft wird an vielen Orten zu einer Art „Wellness kur“ erniedrigt. Jesus ist Sieger, er hat alle Macht im Himmel und auf Erden! Warum bestrebt man aber den Menschen mehr zu gefallen mehr, als unsere Erlöser zu gehorchen?



Liebe Liora,

danke für deinen Kommentar, du hast Recht mit deiner Fragestellung, es geht darum unserem HERRN zu gefallen, nicht es allen Menschen Recht zu machen. Wir müssen uns entscheiden zwischen Menschenfurcht und Gottesfurcht. Zweitgenanntes ist das, was unserem modernen Christentum größtenteils verloren gegangen ist. Man redet nur noch vom "Lieben Gott" man will nur sehen, dass Gott gnädig und barmherzig ist, was natürlich zutrifft, aber was man unterschlägt, ist die Tatsache, dass Gott auch heilig und gerecht ist, und das Seine Gebote und Ordnungen mehr als nur unverbindliche Empfehlungen sind, so als sei Glaubensgehorsam lediglich eine Zusatzoption für besonders Fromme.
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

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Freitag, 7. April 2017, 14:55

Danke, lieber Karl-Heinz!

Ja, man erlebt wirklich, dass unser allmächtiger Gott zu einem netten Weihnachtsmann degradiert wird. Nur von der Gnade, und von der Barmherzigkeit wird geredet, aber wenig von einem gerechten Gott.

Gottes Liebe und Gerechtigkeit sind eine vollkommene Einheit, man kann sie nicht trennen. Er ist so gerecht, dass er die Sünde auf jeden Fall bestraft. Und Seine Liebe ist so mächtig, dass Er unsere Sünde an Seinen eingeborenen Sohn strafte, Jesus wurde Fluch für uns.

Wenn ich davon spreche, dass wir in Gottes Gebote wandeln sollen, entgegnet man mich oft mit der Satz: „Wir leben doch nicht in AT“. Als wäre Gott im AT nicht Barmherzig und Gnädig.

Eine Frage: Braucht der Mensch überhaupt Gnade, wenn sie vorher nicht einem rechtskräftigen Urteil bekommen hat? Wenn jemand nicht verurteilt ist, braucht auch nicht begnadigt werden.
Signatur von »Liora« Lehre mich tun dein Wohlgefallen! denn du bist mein Gott; dein guter Geist leite mich in ebenem Lande!
Psalm 143,10

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Sonntag, 9. April 2017, 20:55

[Wenn ich davon spreche, dass wir in Gottes Gebote wandeln sollen, entgegnet man mich oft mit der Satz: „Wir leben doch nicht in AT“. Als wäre Gott im AT nicht Barmherzig und Gnädig.

Eine Frage: Braucht der Mensch überhaupt Gnade, wenn sie vorher nicht einem rechtskräftigen Urteil bekommen hat? Wenn jemand nicht verurteilt ist, braucht auch nicht begnadigt werden.[/quote]


Liebe Liora,

Deine Frage ist berechtigt, Vertreter der billigen Gnade verstecken sich gerne hinter dem Argument der Gesetzlichkeit. Doch die gesunde Lehre ist eine Gradwanderung, zwischen Werkegerechtigkeit auf der einen, und billiger Gnade auf der anderen Seite. Die biblische Lehre lehrt gewiss nicht, dass man sich durch das Halten der Gebote, die Rettung verdienen könnte, vielmehr ist das Halten der Gebote ein Kennzeichen dafür, dass ein Mensch errettet ist. Wer sich gerne hinter der Gnade verstecken will, der sollte wissen, dass über die Gnade gesagt wird, dass sie uns in Zucht nimmt, "dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben" (2.Titus 2,12). Wer meint Christen seien dazu errettet worden, dass sie einen Freibrief für die Sünde hätten, der sollte zudem beachten, was in 1. Johannes 2,4 geschrieben steht: Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht.
Signatur von »Karl-Heinz67« Jesus Christus, unsere Hoffnung (1.Tim 1,1).

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