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Tom_Admin

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Samstag, 16. Mai 2015, 12:30

Ein Wort an die theologische Elite

Hallo liebe Freunde, heute habe ich mal wieder einen Text geschrieben, in dem ich meine Sicht über die theologische Elite darlege. Ausschlaggebend waren einige Blogs der Vertreter der Emerging Church, die ich hier nicht namentlich erwähnen will, die ich aber weiterhin mitverfolge. Die Emerging Church ist eigentlich nur eine Weiterführung der historisch-kritischen Auslegung der Bibel, die von einer Elite angeführt wird, die die Deutungshoheit der Bibel für sich in Anspruch nimmt. Eigentlich nichts Neues. Diesen gebildeten Intellektuellen habe ich folgendes geschrieben:

Quelle, mein Blog: http://mit-jesus-unterwegs.blog.de/2015/…elite-20391610/

Lieber ein Patient Jesu Christi als ein Doktor der Theologie


Für viele Bibelleser gilt das Johannes-Evangelium als das schönste der vier Evangelien. Dieses Buch der Bibel wurde mit dem Wortschatz eines 12-jährigen Kindes geschrieben, so sagt man. Es ist einfach zu verstehen und für jedermann zugänglich. Vielen Menschen, die sich die auf der Suche nach Jesus sind, wird dieses Evangelium als Einstiegshilfe empfohlen, weil es in unnachahmlicher Weise erklärt, dass Jesus Christus selbst Gott ist. Natürlich ist er der Sohn Gottes, aber er war schon immer beim Vater – von Ewigkeit an. Den Höhepunkt des Buches bildet für mich persönlich das Hohepriesterliche Gebet, dass Jesus Christus vor seiner Kreuzigung für seine verbliebenen elf Apostel gesprochen hat. Man kann darin soviel Liebe und Wertschätzung erkennen, man kann so viele Worte der Gnade in darin finden. Da das Wesen Gottes viel komplexer als unser Wesen ist, müsste man doch annehmen, dass das Johannes-Evangelium auch höchst kompliziert und nicht leicht zu verstehen sein müsse. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die einfachsten Wahrheiten sind oft die tiefsten. Dieses Buch, das Gott erklärt, ist so gehalten, dass es der einfache Bauarbeiter, der Fabrikarbeiter, die Hausfrau mit Hauptschulabschluss und der Schüler in der dritten Klasse verstehen kann. Wer offen an dieses Buch herangeht, dem wird es sich aufschließen.

Wir leben heute in einer Zeit, in der eine tiefe Kluft zwischen der intellektuellen Welt und der Welt des einfachen Arbeiters entstanden ist. Auch im christlichen Gebiet ist das so. Die Deutungshoheit der Bibel wurde von einer kleinen, studierten und hochgebildeten Klasse übernommen, die für sich in Anspruch nimmt, die Worte der Bibel vollkommen klar deuten zu können. Man meint heute die Bibel nur zu verstehen, wenn man einen Abschluss in Theologie mit unzähligen Semestern und Unterrichtsstunden vorweisen kann. Am besten trägt man dabei noch den Doktor- oder Professorentitel. Diese Leute kennen die Bibel aus dem Effeff, sie haben die griechische, hebräische und aramäische Sprache studiert. Sie kennen die theologischen Konstrukte, die während der ganzen Kirchengeschichte entstanden sind. Sie sind gute Redner und verfügen über eine hervorragende Rhetorik und sind Meister in komplizierten Gedankenspielen, was Theorien und Gleichnisse angeht. Und doch verstehen sie nicht einmal die einfachsten biblischen Wahrheiten. Ihr umfangreiches Wissen steht ihnen dabei im Weg. Sie sind zwar ausgezeichnete Theoretiker aber keine Praktiker. Das Evangelium ist für einfache Menschen geschrieben worden, die nicht über diese Wahrheiten endlos sinnieren oder nachdenken wollen, sondern für einfache Menschen, die diese Aussagen ohne viele Diskussionen anwenden wollen. Schon Paulus stellt klar, dass das Evangelium für den einfachen Mann von der Straße gedacht ist:

1Kor 1,26 Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme; 27 sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen; 28 und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, 29 damit sich vor ihm kein Fleisch rühme.

Und der neutestamentliche Prophet Jakobus erklärte, dass das Wort Gottes für diejenigen wirkt, die es auch anwenden:

Jak 1,22 Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. 23 Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; 24 er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. 25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergeßlicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

Das umstrittene Kreuz


Ein weiterer unentbehrlicher Aspekt, der von der intellektuellen Elite heutzutage massiv geleugnet wird, ist der Mittelpunkt der ganzen Offenbarung der Bibel: Der Kreuzestod Jesu Christi. Was wird nicht alles unternommen, um den grausamen Tod, den Jesus Christus erlitten hat, für die Zuhörerschaft abzumildern und zu entschärfen? Jesus Christus wurde zuerst gegeißelt, verspottet, geschlagen und dann nackt an einem Holzkreuz für alle Welt zur Schau gestellt. Diese Radikalität schreit dem Betrachter förmlich ins Gesicht. Dass Gott so weit ging, ist für viele ein Ärgernis oder eine totale Dummheit. Für die Menschen, für die Sünde aus einem gegessenen Stück Kuchen zu viel besteht, das man am Sonntag Nachmittag isst, während man lieber auf sein Gewicht achten sollte, oder weil man 20 Km/h zu schnell gefahren ist und erwischt wurde, hat das Kreuz nicht viel zu sagen. Das Kreuz hat nur echten (!) Sündern etwas zu sagen. Der Mörder, der in der Todeszelle sitzt, weil er bei einem Raub noch einen Rentner erschossen hat, und erkennt, dass er zurecht getötet werden muss, wird sich bei der Entdeckung des Kreuzes umso stärker sicher fühlen, weil er weiß, dass die verdiente ewige Pein durch das Kreuz an ihm vorübergezogen ist. Der betrunkene Autofahrer, der im Suff bei einem Verkehrsunfall eine ganze Familie ausgelöscht hat und das Kreuz erkennt, wird sich wie ein Ertrinkender daran festklammern, weil er weiß, dass nur so Sühnung für seine Sünden erwirkt werden kann. Ebenso wird die Ehebrecherin, die eine Familie zerstört hat, indem sie mit einem verheirateten Mann verkehrte, nur die Erlösung ihrer großen Schuld finden, wenn sie erkennt, dass eigentlich sie an diesem Kreuz hängen müsste. Natürlich ist nicht jeder so ein schwerer Verbrecher. Aber wir alle fügen uns gegenseitig Schmerzen und Wunden zu. Wir sind wie aggressive Dackel, die sich gegenseitig beißen und kneifen. Durch die Sünde ist nichts Heiles mehr an uns, wie Jesaja beschreibt:

Jes 1,6 Von der Fußsohle bis zum Scheitel ist nichts Unversehrtes an ihm, sondern klaffende Wunden und Striemen und frische Verletzungen, die nicht ausgedrückt, noch verbunden, noch mit Öl gelindert sind.

Für den Theologen, der in seinem künstlichen Elfenbeinturm sitzt, mag diese Bestandsaufnahme vielleicht ärgerlich sein. Aber für den jungen Mann, der in einem Alkoholikerhaushalt aufwuchs und nun selbst mit Alkohol zu kämpfen hat, ist diese Aussage ein großer Trost, denn er hat jemanden gefunden, der ihn versteht.

Entweder waren unsere Väter Narren, oder wir sind es heute. Unsere Väter glaubten, dass das Kreuz umso heller leuchtet, wenn man um die eigene verdiente Verdammnis weiß. Das Kreuz ist ein gewaltiger Trost für Menschen, die es nicht schaffen "gut zu sein". Für Versager, Verachtete und verzweifelte Egoisten, die schon mit einem Fuß in der Hölle stehen.

Was ich den gebildeten Theologen einmal raten würde


Ich würde den gebildeten Theologen, die meist in einem geschützten christlichem Elternhaus aufwuchsen und sich nun im intellektuellen Elfenbeinturm aufhalten, einmal raten, für ein halbes oder ganzes Jahr eine Arbeit auf dem Bau oder in einer düsteren Fabrik zu arbeiten. Dort, wo die Bildzeitung gelesen wird, wo geflucht, gemobbt und dreckige Witze erzählt werden. Wo man man Feierabend noch auf ein paar Bier geht. Wo es rau und grob zu geht, wo aber auch immer wieder ehrliche Liebe und Fairness auftauchen. Wo man die Tragödien und Glanzzeiten seiner Arbeitskollegen hautnah miterlebt. Wo Frust und Freude vorherrschen. Wo man am Abend ausgezehrt und müde von der körperlichen Arbeit nach Hause kommt und froh ist, ein Bett und ein Dach über dem Kopf zu haben. Körperliche, harte Arbeit im Kreis von einfachen Menschen haben noch keinem geschadet. Darin lernt man mehr für´s Leben, als man an der Uni oder an der Hochschule jemals lernen kann. Dort muss sich auch der Glaube bewähren. Dort lernt man zu Vergeben und selbst Vergebung anzunehmen. Dort lernt man echte Weisheit, im Gegensatz zu der theologischen Akrobatik. Man wird vom Theoretiker zum Praktiker. Dann wird man auch lernen, andere Menschen, die vielleicht nicht so gebildet sind wie man selber, zu schätzen und ernst zu nehmen. Wahre Weisheit zeichnet sich nicht durch viel Wissen auf, sondern darin, dass Wort Gottes zu glauben und anzuwenden.
Signatur von »Tom_Admin« Der HERR der Heerscharen ist mit uns; der Gott Jakobs ist unsere sichere Burg! (Psalm 46,8)
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